Gemeinsamer Kandidat mit der CDU

Landratswahl: SPD ist doch gesprächsbereit

Uwe Schwarz

Northeim. Zwischen der CDU und der SPD im Landkreis Northeim besteht offensichtlich ein Kommunikationsproblem.

In einem Brief an den CDU-Kreisvorsitzenden Roy Kühne hat jedenfalls der SPD-Unterbezirksvorsitzende Uwe Schwarz die Darstellung der Christdemokraten zurückgewiesen, die SPD habe das Gesprächsangebot über die Nominierung eines gemeinsamen Landratskandidaten ausgeschlagen.

In dem Schreiben betont Schwarz die Gesprächsbereitschaft der SPD und weist daraufhin, dass das Angebot der CDU von den SPD-Parteigremien bisher noch nicht behandelt werden konnte. Deshalb habe es bisher auch keine Antwort auf den Brief des CDU-Kreisvorsitzenden gegeben.

Der SPD- Unterbezirksvorsitzende betont darin, dass sich ein Gespräch der beiden großen Parteien im Landkreis zunächst um die Zukunftsperspektive des Landkreises drehen sollte, ehe über einen gemeinsamen Kandidaten gesprochen werde. Auf Kreisebene bestehe bei vielen Beschlüssen im Kreistag Einmütigkeit. Auf dieser Grundlage sei ein baldiger Gedankenaustausch möglich.

Roy Kühne

Außerdem sei ein Gespräch über die Nominierung eines gemeinsamen Landratskandidaten nur dann sinnvoll, wenn es keine Vorfestlegungen gebe. „Wenn es bei Ihnen jedoch die genannte personelle Vorfestlegung gibt und sie die SPD lediglich von der Richtigkeit Ihres Personalvorschlags überzeugen wollen, dann hätte das für mich wenig mit einem Dialog und der von Ihnen angesprochenen Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten zu tun“, schreibt Schwarz in dem Brief an Kühne. Designierter Landratskandidat der Christdemokraten ist der Rechtsanwalt Bernd von Garmissen (Dassel)

In dem Schreiben äußert sich Schwarz außerdem verwundert darüber, dass Kühne den Inhalt des persönlich an ihn gerichteten Schreibens schon vor über einer Woche den Medien bekannt gemacht habe. Wegen dieses Vorgehens antworte er dem CDU-Kreisvorsitzenden nun in Form eines öffentlichen Briefes.

Der CDU-Kreisvorsitzende kündigte auf HNA-Anfrage an, nach dem Brief von Schwarz werde das weitere Vorgehen in der nächsten Sitzung des CDU-Kreisvorstands besprochen.

Die am vergangenen Montag vom CDU-Kreisvorstand verschickte Pressemitteilung, dass die Christdemokraten nach der Absage der SPD nun allein einen Kandidaten nominieren wollen, habe sich lediglich auf die in verschiedenen Zeitungen erschienenen Reaktionen der Sozialdemokraten auf das CDU-Angebot bezogen.

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