Modellprojekt in Hardegsen und Nörten-Hardenberg

Landwirte im Landkreis Northeim bekommen Beratung in Sachen Klimaschutz

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Symbolbild: Beim Düngen senkt eine höhere Effizienz die Klimabelastung und die Kosten.

Wie können landwirtschaftliche Betriebe ihren CO2-Fußabdruck verbessern? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Modellversuchs im Landkreis Northeim.

Als eine von landesweit drei Regionen nehmen die sechs Dörfer des sogenannten Leineweber-Sechsecks (Lütgenrode, Wolbrechtshausen, Parensen, Hevensen, Lutterhausen und Gladebeck) daran teil. 

Neun Landwirte haben bereits ihr Interesse bekundet, die damit verbundenen kostenlose Beratung für ihre Betriebe in Anspruch nehmen zu wollen. Sechs weitere, die auch aus anderen Ortschaften der Gemeinde Nörten-Hardenberg oder der Stadt Hardegsen kommen können, haben noch die Möglichkeit, einzusteigen.

Landwirte: Bessere Umweltbilanz für Betriebe

Laut Pressemitteilung der Gemeinde Nörten-Hardenberg versprechen sich die beteiligten Bauern davon nicht nur eine bessere Leistungs- und Umweltbilanz für ihre Betriebe, sondern auch eine Verbesserung des Images der landwirtschaftlichen Betriebe allgemein.

„Der Ausstoß von Treibhausgasen hat sich in den vergangenen Jahren in Niedersachsen zwar nicht verringert“, sagt Dr. Ulla Becker von der Landwirtschaftskammer-Bezirksstelle Northeim, die den Versuch vor Ort betreut. „Gleichzeitig hat sich aber die Produktion verdoppelt.“ Auf das Produkt gerechnet sei damit der Ausstoß an klimaschädlichen Gasen also gesunken.

Effizienterer Einsatz von Stickstoff

Das mache deutlich, dass durch eine gezielte Untersuchung der einzelnen Produktionsfaktoren weitere Potenziale zur Klimaverbesserung gehoben werden könnten.

Grundlage für das Modellvorhaben „Klima-Allianz Dorfentwicklung und Landwirtschaft“ seien Daten, die landesweit in etwa 400 landwirtschaftlichen Betrieben mit unterschiedlichen Produktionsschwerpunkten gesammelt wurden, erklärt Becker. „Damit haben wir die Möglichkeit, die teilnehmenden Landwirte ganz individuell nicht nur in Bezug auf klimafreundlichere, sondern auch kostensparende Produktionsabläufe in ihren Betrieben zu beraten.“

Als Beispiel für einen Ackerbaubetrieb nennt sie den effizienteren Einsatz von Stickstoff bei der Düngung der Felder, der letztendlich auch einen geringeren Dieselverbrauch für den Maschineneinsatz zur Folge habe. 

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