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Landwirte im Landkreis Northeim hoffen auf regionale Eingrenzung der Schweinepest

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Von: Niko Mönkemeyer

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Schweine auf einem Anhänger vor dem Transport zum Schlachthof
Die Afrikanische Schweinepest ist in einem Betrieb im Landkreis Emsland nachgewiesen worden, sodass Tiere getötet werden musste. © Lars Klemmer / dpa

Die Schweinepest ist in Niedersachsen angekommen.

NORTHEIM – Experten hatten es schon lange befürchtet und jetzt ist es eingetreten: Mit dem Auftreten der für Menschen ungefährlichen Tierseuche in einem Hausschweinebestand im Landkreis Emsland ist die Afrikanische Schweinepest auch dem Landkreis Northeim näher gerückt.

„Der Ausbruch in einem Teil unseres Bundeslandes hat uns nicht überrascht, das war zu erwarten“, sagt Manuel Bartens, Geschäftsführer des Landvolks Northeim-Osterode. „Unsere Schweinehalter haben sich aber bereits seit geraumer Zeit darauf eingestellt und befolgen die Schutzkonzepte sehr gewissenhaft.“ Einen hundertprozentigen Schutz gebe es aber natürlich nicht. Das anzunehmen sei schlichtweg unrealistisch.

„Wir als Landvolk beobachten die aktuelle Entwicklung natürlich sehr genau und sind der Hoffnung, dass sich der Ausbruch regional begrenzen lässt, so wie das in den anderen betroffenen Bundesländern in der Vergangenheit bereits gelungen ist“, betont Bartens. „Sollte es zu einem Ausbruch der Schweinepest in der hiesigen Region kommen, liegt die Entscheidung über entsprechende Maßnahmen beim Landkreis Northeim.“

Laut Dr. Katrin Göbel, Leiterin des Fachbereichs Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen des Landkreises Northeim wurden zur Unterstützung der kommunalen Veterinärämter bundes- und landesweite Ablaufpläne zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest entwickelt. Diese seien im Rahmen von Tierseuchenübungen im Landkreis Northeim bereits angewendet und auf die lokalen Gegebenheiten angepasst worden.

„Für den Ernstfall liegt ein Bekämpfungsplan vor, und wir sind darauf vorbereitet, zusammen mit dem Landkreis Göttingen ein Tierseuchen-Zentrum einzurichten,“ so Göbel. Schweinehalter seien weiterhin aufgefordert, die Biosicherheitsvorgaben der Schweinehaltungshygieneverordnung streng einzuhalten.

In dem jetzt betroffenen Betrieb in der Gemeinde Emsbüren mussten bereits 280 Sauen und 1500 Ferkel getötet werden, um ein weiteres Ausbreiten der Seuche zu verhindern. (Niko Mönkemeyer)

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