Lastwagen trotz Verbots unterwegs

Polizei will Verkehr auf Kreisstraße kontrollieren – Instandsetzung der Straße durch Landesstraßenbaubehörde

Immer wieder fahren Laster, obwohl es die Schilder zweifelsfrei untersagen, auf der Strecke zwischen Katlenburg und Lagershausen, um der weiträumigen Umleitung zu entgehen.
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Immer wieder fahren Laster, obwohl es die Schilder zweifelsfrei untersagen, auf der Strecke zwischen Katlenburg und Lagershausen, um der weiträumigen Umleitung zu entgehen.

Viele Lastwagen haben die Ausweichstrecken für die gesperrte Bundesstraße 241 offensichtlich für sich entdeckt, was nicht nur zu zahlreichen brenzligen Situationen, sondern auch zu gefährlich ausgefahrenen Seitenstreifen führt.

Northeim – Seit der Sperrung der Harztorkreuzung und damit auch der Bundesstraße 241 zwischen Northeim und Katlenburg nutzen viele Pendler aus der Region die Ausweichstrecken über Levershausen (Kreisstraße 414) oder alternativ die Strecke durch den Mandelbecker Forst (Kreisstraße 409).

Die offiziellen Umleitungsstrecken führen den Fernverkehr und auch die Lastwagen über Nörten und Gieboldehausen bis Herzberg sowie über Seesen und Osterode.

Auf der K 414 gab es schon vor der Harztorbaustelle eine Beschränkung, dass nur 3,5-Tonner dort langfahren dürfen, berichtet Patrick Kobbe, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Northeim.

Gefährlich ausgefahren: die Seitenstreifen an der Kreisstraße 409.

Die Ausweichstrecke über Suterode/Sudheim nach Northeim sei mit dem Verkehrszeichen 253 (Verbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 t) und dem Zusatzzeichen „Land- und Forstwirtschaftlicher frei“ beschildert, erklärt die Stadt Northeim als zuständige Verkehrsbehörde.

Das bedeute, dass dort Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen einschließlich Anhänger nicht fahren dürfen. Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr sei aber erlaubt. Auch der Lieferverkehr mit Lastwagen sei ab Sudheim bis Levershausen erlaubt, erklärt die Stadt die Sachlage.

Auch auf der Strecke durch den Mandelbecker Forst habe die Stadt Northeim noch mal die Genehmigung für Lastwagen geändert, um den dort täglich auftretenden Verkehr einzudämmen, so Patrick Kobbe.

Durften die Kreisstraße ursprünglich noch Lkw bis 15 Tonnen nutzen, sind laut Polizei seit 5. Januar auch hier nur noch Fahrzeuge bis 3,5-Tonnen erlaubt. Ausnahmen seien auch hier forst- und landwirtschaftliche Fahrzeuge, Anlieferer und Busse, so Patrick Kobbe.

Die Fahrbahndecke sei dort nicht für den Schwerlastverkehr geeignet.

Die Polizei betont, dass der Lkw-Verkehr auf der Strecke nun sporadisch von der Polizei kontrolliert werden soll, flächendeckend und durchgängig sei eine solche Kontrolle jedoch personell nicht möglich.

Insgesamt sei die Polizei aber mit der Verkehrs- und Unfallentwicklung auf den Ausweichstrecken zufrieden: Es gebe nicht überproportional mehr Unfälle auf den beiden Strecken, auch wenn das von zahleichen Anwohnern subjektiv so empfunden werde.

Aus diesem Grund sei laut Kobbe aktuell auch nicht geplant, die Geschwindigkeit auf den Kreisstraßen außerhalb der Ortschaften weiter herabzusetzen.

Zu den Problemen der maroden Straßenbankette betont der Landkreis Northeim auf HNA-Anfrage, dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Trägerin der Umbaumaßnahmen am Harztor nach Fertigstellung dazu verpflichtet sei, die Umleitungsstrecke wieder instandzusetzen. Sollten zwischenzeitlich irgendwelche Gefährdungen durch die beschädigten Bankette auftreten oder Verkehrssicherungsmaßnahmen erforderlich sein, müsse sich die Landesbehörde auch darum kümmern, heißt es weiter aus dem Kreishaus. (Rosemarie Gerhardy)

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