Viele regionale Produkte

Neuer Lebensmittelladen in Northeim verzichtet auf Plastikmüll

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Neuer Laden in Northeims Innenstadt: Lebensmittel aus der Region und ohne Plastikverpackung bieten Silke Wolter (links) und ihre Tochter Carina Brinkmann in ihrem Laden „Die Schaupe“ am Northeimer Schaupenstiel an. Unterstützt werden sie vom Erzeugerverband Köstliches Südniedersachsen und dessen Vorsitzenden Siegfried Kappey (Mitte). 

Northeim. Eine nicht gerade alltägliche Idee setzten die Northeimerin Silke Wolter und ihre Tochter Carina Brinkmann jetzt in die Tat um.

Sie eröffneten in der Northeimer Innenstadt einen Lebensmittelladen, einen recht außergewöhnlichen: Angeboten werden nur regionale Produkte und es gilt das Versprechen: Kein Plastikmüll bei der Verpackung.

Auf die Idee gekommen, einen Laden zu eröffnen, sind Silke Wolter und Carina Brinkmann schon vor über einem Jahr. Mehrere Gründe waren letztlich ausschlaggebend für die Umsetzung.

Zum einen war da das Fachwerkgebäude am Schaupenstiel 10/12, das schon seit Jahrzehnten der Familie Wolter gehört. Im vorigen Jahr wurde es außen wie innen mit hohem finanziellem Aufwand, viel Eigenarbeit und Liebe zum Detail saniert.

„Zuvor hatten wir uns überlegt, was machen wir mit dem Haus, wenn alles fertig ist? Da kam die Laden-Idee ins Gespräch.

Da zeitgleich der Arbeitsplatz von Silke Wolter in einem Göttinger Institut wegfiel und Carina Brinkmann, die nach der Geburt ihrer Kinder in einem Landmarkt gejobbt hatte, eine neue berufliche Herausforderung suchte, waren sich beide einig: „Wir wagen den Schritt.“

Dass es lokale Produkte werden sollen, die in dem von der Familie in Anspielung auf den Straßennamen Schaupenstiel schon immer „Die Schaupe“ genannten Haus feilgeboten werden sollen, war beiden Frauen schnell klar.

„Ein Laden nur mit regionalen Lebensmitteln gibt es noch nicht in der Stadt. Und der viele Plastikmüll, den man mit dem Einkauf produziert, hat mich schon immer geärgert“, sagt Silke Wolter. Und natürlich gehöre zum Konzept dann auch das Motto „saisonal“, ergänzt Tochter Carina.

20 Lieferanten

Die beiden Neu-Unternehmerinnen wandten sich kurzerhand an den vor zweieinhalb Jahren ins Leben gerufenen Erzeugerverband „Köstliches Südniedersachsen“. Von dort gab es über Vorsitzenden Siegfried Kappey, zugleich Chef der Einbecker Senfmühle, tatkräftige Hilfe zum Ladenkonzept und auch Adressen von engagierten Lebensmittelproduzenten aus den Landkreisen Northeim und Göttingen. Rund 20 Lieferanten haben Wolter und Brinkmann bereits an der Hand. Fast alle davon haben sie persönlich besucht, um die Produktionsweise kennenzulernen.

Gewinn für die Innenstadt

Der neue Laden mit regionalen Lebensmitteln sei Wirtschaftsförderung pur. „Das stärkt die Region“, sagt Siegfried Kappey, der zur Ladeneröffnung gratuliert. Auch für die Northeimer Innenstadt, und besonders für den arg von Leerständen gebeutelten östlichen Teil der City bedeute der neue Laden einen Gewinn, meint Silke Wolter. „Dieser Aspekt spielte zwar nicht die entscheidende, aber schon eine Rolle beim Entschluss, den Laden zu eröffnen.“

Die Lage am Schaupenstiel finden Wolter und Brinkmann gar nicht einmal so schlecht: „Wir liegen in der Innenstadt und haben trotzdem Parkplätze direkt vor der Tür.“ 

Viel Regionales

Ein kleiner Auszug aus dem Sortiment der „Schaupe“: Es gibt Eier aus Ellierode, Gemüse aus dem Eichsfeld, Mehl von der Rosdorfer Mühle, Senfspezialitäten aus der Einbecker Senfmühle, Apfel- und Apfelmöhrensaft aus dem Einbecker Mostwerk, Speiseöl aus Reiffenhausen, Mettwurst aus Gieboldehausen, Schnaps aus Bad Lauterberg, Salz aus Sülbeck, Honig aus Greene und Natur-Ledercreme aus Amelsen. Auch das nur in ganz kleinen Einheiten gebraute Bier „Dorster Kesselbräu“ ist im Northeimer Laden zu haben.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA produziert. 

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