Vermutlich verschiedene Täter

Lebensgefahr: Unbekannte lösen dutzendfach Radmuttern

Seit einigen Wochen häuft sich in Teilen von Niedersachsen eine gefährliche Straftat: Unbekannte lösen die Muttern von Autorädern und bringen damit die Fahrer in Lebensgefahr.

Allein bei der Polizei Wolfsburg wurden 30 Fälle angezeigt. In einem Fall sei ein Motorradfahrer deswegen verunglückt, sagte Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Der Mann wurde dabei verletzt. Eher durch Zufall seien die übrigen Fälle glimpflich verlaufen. Zumeist hätten die Betroffenen während der Fahrt Klopfgeräusche gehört und dann die Manipulationen entdeckt.

Auch aus den Kreisen Northeim, Goslar, Osnabrück, Cuxhaven sowie aus der Grafschaft Bentheim und dem Heidekreis meldete die Polizei Fälle von vorsätzliche gelösten Radmuttern. Es handele sich dabei nicht um Dumme-Jungen-Streiche, sagte ADAC-Sprecherin Christine Rettig. "Wer so etwas tut, setzt das Leben von Menschen aufs Spiel." Denn wenn sich wegen der Manipulation ein Rad lockere oder gar löse, könne das Fahrzeug aus der Spur geraten, sagte Rettig. Mögliche Folge seien schwere Unfälle.

Strafrechtlich handele es sich um gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, sagte Polizeisprecher Claus. Dafür drohen bis zu fünf Jahre Haft. Wer hinter den Taten in Wolfsburg steckt, sei bislang nicht bekannt. Es könne sich um mehrere Täter handeln, die möglicherweise nichts voneinander wissen oder auch um eine einzelne Person, die gezielt vorgeht.

"Bei uns geht niemand um, der systematisch Radmuttern lockert", ist sich dagegen Uwe Falkenhain von der Polizeiinspektion Northeim/Osterode sicher. Dort wurden seit Anfang Juli drei Fälle bekannt. Vermutlich handele es sich um verschiedene Täter, die aus unterschiedlichen Motiven heraus gehandelt haben. (lni)

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