Gebäude stehen seit Monaten leer

Leere Hochhäuser in Northeimer Südstadt sind verkauft

Northeim. Sie sind zum Inbegriff des Leerstands und Niedergangs eines ganzen Stadtteils geworden, die drei Hochhäuser in der Northeimer Südstadt.

Seit Monaten bereits stehen sie leer, die Eingangstüren und Erdgeschosswohnungen sind mit Gittern versperrt. Viele Northeimer möchten, dass die acht- bis zehnstöckigen Wohnsilos dem Erdboden gleich gemacht werden, doch dazu wird es wohl nicht kommen.

Nach HNA-Recherchen sind sowohl die drei Hochhäuser als auch sämtliche umliegende, etwas niedrigere Mietshäuser des aus den 1970er-Jahren stammenden einstigen „Neuen-Heimat-Komplexes“ in der Northeimer Südstadt an einen neuen Eigentümer verkauft worden. Das bestätigte auf Anfrage die bisherige Eigentümerin, die zur Stadt Berlin gehörende Immobilien-Gesellschaft „Berlinovo“.

Nach Angaben von Berlinovo-Sprecher Stefan Siebner sind alle 883 Wohnungen, die die Gesellschaft bislang sowohl in der Northeimer Südstadt als auch am Northeimer Sultmer (rund um die Tschaikowskistraße) besessen hat, veräußert worden. Dieses sei auf Beschluss des Berliner Senats hin geschehen, wonach sich die Berlinovo von sämtlichen Häusern außerhalb Berlins trennen soll.

Käuferin des gesamten Northeimer Wohnungsbestands ist laut Siebner die ebenfalls in Berlin ansässige Immobilien-Verwaltungs AG FFIRE. Diese besteht seit 2010 und hat sich auf den Ankauf, Optimierung und Weiterverkauf von Wohn- und Gewerbe-Immobilien in ganz Deutschland spezialisiert.

Ein Sprecher von FFIRE bestätigte auf HNA-Anfrage den Ankauf, die Verträge würden gerade unter Dach und Fach gebracht. Was mit den Wohnungen genau passieren solle, könne frühestens im März gesagt werden, fuhr der Sprecher fort. An einen Abriss der leer stehenden Häuser in der Südstadt sei auf keinen Fall gedacht. Eher an eine Sanierung. Ziel sei erst einmal die Wiedervermietung. (goe)

Rubriklistenbild: © HNA

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