An der Borsigstraße entsteht eine große Verbandszentrale

Leineverband hat neues Domizil in Northeim

Ein Schlüsselbrett mit Northeim-Motiven als Willkommensgruß im neuen Domizil an der Northeimer Borsigstraße überreicht Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (von links) an Leineverbandsgeschäftsführer Jens Schatz und Verbandsvorsteher Andreas Friedrichs.
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Ein Schlüsselbrett mit Northeim-Motiven als Willkommensgruß im neuen Domizil an der Northeimer Borsigstraße überreicht Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (von links) an Leineverbandsgeschäftsführer Jens Schatz und Verbandsvorsteher Andreas Friedrichs.

Der Leineverband hat ein neues, deutlich größeres Domizil in Northeim an der Brsigstraße neben dem Baufachmarkt Schrader-Handel.

Northeim - Der Leineverband hat den Gebäudekomplex der in die Northeimer Südstadt umgezogenen Firma „Kälte-Klima-Technik“ an der Borsigstraße 21 gekauft und ist seit Jahresbeginn dort bereits mit der Verwaltung ansässig.

Im April werden auch sämtliche Fahrzeuge und Maschinen sowie das Personal der bislang in Hevensen und Einbeck stationierten Bautrupps des niedersachsenweit größten Gewässer-Unterhaltungsverbands nach Northeim umziehen, sodass in Northeim eine große Leineverbands-Zentrale entsteht. Tätig sein werden dann in Northeim acht Mitarbeiter in der Geschäftsstelle sowie die elf Mitarbeiter aus den beiden jetzt noch in Einbeck und Hevensen stationierten Bautrupps.

Insgesamt hat der Leineverband für sein neues Domizil in Northeim rund 1,5 Millionen Euro investiert, verrät Geschäftsführer Jens Schatz. Die vorher notwendigen Beschlüsse in den Gremien des Verbands, dem insgesamt 50 Kommunen im Einzugsgebiet der Leine angehören, seien alle einstimmig ausgefallen, ergänzt Verbandsvorsteher Andreas Friedrichs, seines Zeichens auch Bürgermeister von Friedland.

Northeims Bürgermeister Simon Hartmann, auf dessen Vermittlung die Nachnutzung des zwar modern ausgestatteten, aber für die Firma Kälte-Klima zu klein gewordenen Gebäudekomplexes an der Borsigstraße zustande gekommen war, freut sich über die Entscheidung des Leineverbands pro Northeim.

Hartmann: „Es gibt keinen Leerstand und auch für die Anlieger hier ist diese Form der Nachnutzung ideal.“ Zugleich sei es gelungen, die Firma Kälte-Klima am Standort Northeim zu halten. Sie hat in der Südstadt ein neues Betriebsgebäude gebaut, das sie schon bezogen hat (HNA berichtete).

Zusammenlegung der Bauhöfe

Verbandsvorsteher Friedrichs verspricht sich von der Zusammenlegung der beiden Verbands-Bauhöfe Einbeck und Hevensen mit der bislang in zwei Wohnungen an der Northeimer Wallstraße zur Miete untergebrachten Geschäftsstelle Synergieeffekte und noch eine bessere Auslastung des vorhandenen Fuhrparks und der Maschinen.

Auf Personalausfälle könne besser und kurzfristiger reagiert werden. Die Bauhofgebäude in Hevensen und Einbeck sollen verkauft werden.

Viel Platz für Fahrzeuge und Maschinen

Der Kauf des Areals an der Borsigstraße, das auf 5000 Quadratmetern Fläche neben einem modernen Verwaltungsgebäude mit elf Büros, großem Tagungsraum und Sozialräumen auch drei große Hallen mit 2000 Quadratmetern Platz für Fahrzeuge und Maschinen umfasst, sei letztlich deutlich günstiger gewesen als ein Neubau. Übernommen habe man zudem die komplette Ausstattung der Büros, die modernen Standards entspreche.

Geschäftsführer Schatz mit seinen Mitarbeitern und Vorsteher Friedrichs wollen nach Abschluss des Umzugs nicht nur eine neue Ära im neuen Domizil, sondern auch in den Verbandsaufgaben einläuten. So möchte sich der Leineverband noch deutlich mehr als Dienstleister für Kommunen und Feldsmarkgenossenschaften einbringen, wenn es um Planungen und Realisierungen von Hochwasserschutz-, Entwässerungs- oder auch Gewässerschutzmaßnahmen geht. Friedrichs: „Dafür können wir in Northeim auch unser das Personal noch weiter aufstocken.“

Das ist der Leineverband

Der Leineverband wurde 1958 zur Unterhaltung der Leine und ihrer Zuflüsse auf niedersächsischem Gebiet gegründet. Heute gehören ihm 50 Kommunen sowie 27 andere Behörden und Firmen an. Die Zentrale ist in Northeim. Das Gebiet umfasst 93 Flüsse mit einer Länge von 650 Kilometern von der Grenze Niedersachsen/Thüringen/Hessen im Süden bis zur Einmündung der Innerste bei Sarstedt im Norden.

Neben der Leine zählen zum Verbandsgebiet unter anderem die Flüsse Garte, Weende, Ilme, der untere Rhumeabschnitt, die Saale und die Despe. An kleineren Gewässern sind unter anderem der Beverbach, die Moore, die Gande, die Eterna, die Aue, die Espolde, der Rodebach und die Harste dabei.

Bei der Gewässerunterhaltung sorgt der Verband dafür, dass neben dem ordnungsgemäßen Wasserabfluss auch die Pflege und Entwicklung im und am Gewässer sowie seiner Ufer gewährleistet sind. In jüngster Zeit sind dabei ökologische Aspekte aber auch die Folgen der klimatischen Veränderungen mehr in den Vordergrund gerückt, betont Geschäftsführer Jens Schatz. Daher geschehe die Gewässerunterhaltung „so schonend wie möglich, aber ausreichend wie nötig.“

Daneben unterstützt der Leineverband als Dienstleister die Mitgliedsgemeinden beim Hochwasserschutz und wirbt dafür auch Fördermittel ein. Dies gelte auch für Projekte der Fließgewässerentwicklung. (Axel Gödecke)

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