Tag der offenen Tür am 8. November

Mit Liebe zum Detail: Ein Rundgang durch die neue Northeimer Klinik

Northeim. In zwei Wochen zieht die Northeimer Helios Albert-Schweitzer-Klinik in ihren Neubau. Zum Tag der offenen Tür am 8. November werden 5000 Besucher erwartet. Während die letzten Handwerker noch bei der Arbeit sind, konnten wir vorab sehen, was die Schaulustigen auf ihrem zweistündigen Rundgang erwartet.

Es ist nicht nur die High-Tech-Ausstattung, sondern es sind auch gut durchdachte Details, die den Rundgang durch die 60 Millionen Euro teure neue Northeimer Helios Albert-Schweitzer-Klinik zu einem beeindruckenden Erlebnis machen. So sind auf der Intensivstation mit 24 Betten die Fensterbrüstungen bewusst so niedrig, dass Patienten vom Bett aus den Blick ins Rhume- und Leinetal genießen können. Ein Sichtschutz auf den Scheiben wahrt die Intimsphäre.

Die Stationszimmer sind mit Profi-Spülmaschinen und Aufwärmvorrichtungen ausgestattet, in denen sich schockgefrorene Menüs schonend erwärmen lassen. Die Körbe in den Vorratsschränken haben Barcodes, damit der Nachschub problemlos klappt. Der Kühlschrank für Blutproben und Medikamente löst automatisch Alarm in der Zentrale aus, falls die Temperatur ansteigen sollte. Ein Rohrpostsystem verbindet alle Abteilungen mit dem Labor und ist für den schonenden Transport von Blutproben ausgelegt.

Im Abschiedsraum werden Patienten aufgebahrt, die auf der Intensivstation gestorben sind. So können Angehörige in heimeliger Atmosphäre ohne Schläuche und Monitore Abschied vom Toten nehmen.

Weiter geht’s in den zentralen Aufwachraum mit 13 Betten, der auch als Warteraum vor der Operation dient. Alle OP-Tische sind beweglich, so dass bei Wartungsarbeiten kein Raum gesperrt werden muss. Neben Normaltischen, die bis zu 280 Kilo schwere Patienten verkraften, hält ein extra breiter Spezialtisch sogar 360 Kilo aus.

Im Sterilisationsbereich werden auf dem Packtisch Operationsbestecke vorbereitet, ehe sie bei 134 Grad Celsius im Sterilisationsautomaten keimfrei gemacht werden.

Eine Fototapete mit Störchen weist den Weg zu den drei Kreißsälen mit Wohlfühlbad. 250 Babys sollen hier pro Jahr geboren werden.

Rundgang durchs neue Helios-Krankenhaus

Sämtliche Patientenzimmer sind mit zwei elektrisch verstellbaren Betten, Telefon und Fernseher sowie einer behindertenfreundlichen Dusche und Toilette ausgestattet. Statt Mineralwasserflaschen gibt es auf den Stationen Wasserspender. Die Zimmer für Privatpatienten und Zuzahler im Wahlbereich mit Teppichboden, Minibar, Safe und hochwertigen Bädern können mit guten Hotels mithalten.

Von diesen Luxusstationen geht der Rundgang weiter zur atriumartigen Zentralambulanz, zur Notaufnahme mit Isolierzimmer bei Infektionskrankheiten bis zur Brustschmerzeinheit mit zwei Herzkatheterlabors. Zum Abschluss geht es in die Cafeteria mit Terrasse und Panoramablick ins Rhumetal. Falls Dunst den Blick auf die Kreisstadt trübt, geht der Blick zurück: Fotos von Northeims schönsten Fachwerkfassaden sorgen für Heimatgefühl.

Von Christoph Papenheim

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