Investor will vorerst nur Reihenhäuser auf Teilfläche realisieren

Lokschuppen-Areal in Northeim: Pläne für Bebauung liegen auf Eis

Der alte Lokschuppen in Northeim mit den Resten der ehemaligen Drehscheibe.
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Der alte Lokschuppen in Northeim mit den Resten der ehemaligen Drehscheibe. Hier sollte ein Wohnbaugroßprojekt mit rund 150 Wohnungen entstehen. Jetzt liegt der Großteil des Projekts erst einmal auf Eis.

Es war teils als futuristisch anmutendes Projekt geplant: Die Bebauung des Lokschuppen-Geländes in Northeim. Doch daraus wird vorerst nichts.

Northeim - Auf dem Gelände des Lokschuppens mit der dazugehörigen ehemaligen Drehscheibe nahe des Northeimer Bahnhofs war ein neues Wohnquartier mit einem Rundlingsbau als Hingucker geplant. Dieser sollte in der Form an die Drehscheibe erinnern.

Doch aus dem Gesamtprojekt wird vorerst nichts. Das bestätigte jetzt der Geschäftsführer der Bayrischen Immobilien GmbH (BIG) aus Neuhaus am Inn, Hans-Jürgen Haas auf HNA-Nachfrage. „Die Pläne für die Drehscheibenbebauung haben wir vorerst auf Eis gelegt“, sagt er.

Hans-Jürgen Haas

Geplant sei stattdessen, erst einmal nur eine Teilfläche der insgesamt 17 700 Quadratmeter großen Fläche, die die BIG vor vier Jahren von der Bahn erworben hatte, zu bebauen, und zwar mit Einfamilienhäusern als Reihenhausbebauung.

Es handelt sich um das nördlich an das Lokschuppengelände angrenzende, rund 5000 Quadratmeter große Areal, auf dem sich jetzt noch Kleingärten befinden.

„Wir arbeiten mit einem Projektentwickler zusammen, der auf dem Gelände dort elf Reihenhäuser verwirklichen möchte“, fährt Haas fort. Dieser wolle die Fläche auch erwerben.

Die Erschließung der Hausgrundstücke soll über die Damaschkestraße erfolgen. Ein Bebauungsplan für diese Teilfläche gebe es schon, sodass eine Realisierung schneller erfolgen könne, als für das südlich anschließende Lokschuppengelände.

Die Bauleitplanung für die Bebauung des Lokschuppen-Areals, mit der ein Northeimer Planungsbüro beauftragt war, sei gestoppt worden, bestätigt Haas. Dafür gebe es mehrere Gründe: Probleme mit dem Schallschutz, Einwände von Anwohnern und anderen Betroffenen hätten das Genehmigungsverfahren ins Stocken gebracht.

Das bedeute aber nicht, dass das Wohnprojekt mit der „Rundlings-Planung“ von Architekt Steffen Soltau gänzlich zu den Akten gelegt werde, sagt BIG-Geschäftsführer Haas. „Wir verschieben die Sache und sehen weiter, wenn die Bebauung mit den Reihenhäusern fertig ist.“ Mit dem Reihenhausbau könnte in zwei Jahren gestartet werden.

Stadt bedauert Entscheidung

Die Stadt Northeim bedauert den Stopp des Projektes „Wohnbebauung am Northeimer Lokschuppen“ mit geschätzt 150 Wohnungen auch für Studenten und als Herzstück drei kreisrund angeordneten Mehrfamilienhäusern. In der Entwicklung am Bahnhof sehe die Stadt schließlich großes Potenzial für die Stadtentwicklung, so Northeims Bürgermeister Simon Hartmann. Er werde mit dem BIG-Geschäftsführer ein weiteres Abstimmungsgespräch vereinbaren. (Axel Gödecke)

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