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Stadt Northeim gründet neue Gesellschaft für Marketing

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Von: Hans-Peter Niesen

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Vor dem Rathaus sind die Unterstützer der neuen Northeimer Stadtmarketing GmbH zu sehen mit (von links) Beat Jürgens, Tanja Bittner, Hermann Jürgens, Helvi Ritter, Axel Francke, Doris Ohlmer und Simon Hartmann.
Vor dem Rathaus sind die Unterstützer der neuen Northeimer Stadtmarketing GmbH zu sehen mit (von links) Beat Jürgens, Tanja Bittner, Hermann Jürgens, Helvi Ritter, Axel Francke, Doris Ohlmer und Simon Hartmann. © Hans-Peter Niesen

Eine neue Marketing-Gesellschaft soll die zahlreichen Stärken und Attraktivität der Stadt Northeim besser zu Geltung bringen.

Northeim - Erste Ergebnisse könnten schon in einem Jahr vorliegen, sagte Uwe Mantik, Vertreter der mit Entwicklung beauftragten Firma Cima in Lübeck. „Wir wollen selbst die Maßstäbe setzen“, sagte Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) bei der Vorstellung der geplanten GmbH, die sich um die „Baustellen“ der Stadt kümmern soll.

Die GmbH soll in der Sitzung des Stadtrats am 7. Juli auf den Weg gebracht werden und ein wichtiger Baustein im Wettbewerb der Kommunen bilden.

Nach dem vorliegenden Entwurf sollen in der neuen Stadtmarketing-Gesellschaft das Standortmarketing mit der Wirtschaftsförderung, das City-Management, das City-Marketing mit Veranstaltungen des Vereins Stadtmarketing, der Tourismus mit dem Verein „Northeim Touristik“ sowie das Flächenmanagement der Stadtverwaltung gebündelt werden.

Unterstützend und als Ideengeber sollen dabei die Arbeitskreise Standortmarketing, Klostermarkt, Innenstadt, Weihnachtsmarkt sowie Kultur und Tourismus aktiv werden. Die Gesellschaft soll 16 Vollzeit- und Teilzeit-Mitarbeiter erhalten, schlägt die Cima vor. Wer die Geschäftsführung übernehmen wird, sei noch offen. „Soweit sind wir noch nicht“, sagte der Bürgermeister.

In den verschiedenen Aufgabenbereich soll es unter anderen um Folgendes gehen:

Standortmarketing: Kooperation und Vernetzung der örtlichen Unternehmen, Positionierung und Image von Northeim und Fachkräftegewinnung.

City-Management und -marketing, Events: Inszenierung und Belebung der Innenstadt, Impulse zur Stadtentwicklung, Leerstandsmanagement.

Tourismus: Angebotskonzeption, Organisation, Vermarktung, Betrieb der Tourist-Information.

Flächenmanagement: Bewirtschaftung und Vermietung von Stadthalle, Waldbühne, Mühlenanger, Freizeitsee und weiterer öffentlicher Einrichtungen, technischer Veranstaltungssupport.

Axel Francke, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Stadtmarketing, begrüßte die Gründung der neuen Stadtmarketing GmbH: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln.“ Ähnlich äußerte sich Doris Ohlmer, die Vorsitzende des Vereins Stadtmarketing: „Wir haben lange, lange dafür gekämpft.“

So läuft die Finanzierung

Die neue Marketing GmbH kalkuliert mit Ausgaben von jährlich 291000 Euro für Personal ohne die von der Stadt abgeordneten Mitarbeiter und 535 000 Euro für Tagesgeschäft, Miete, Events und anderes. An Gründungskosten sind 50 000 Euro veranschlagt, 15 000 Euro für Internetauftritt und neue Designs. An Einnahmen sind u. a. städtische Zuschüsse für Personal (291.000 Euro) und für Sachmittel (160 000 Euro) und 228 000 Euro aus Vermietung und Tagesgeschäft geplant.

Das sind die Ziele

Als übergeordnete Ziele der neuen Northeimer Marketinggesellschaft nennt das von der Cima aufgestellte Konzept drei Punkte:

- Die zielgerichtete Inszenierung und Belebung der Innenstadt mit einer „schönen Aufenthaltsqualität und Erlebnissen“. „Wir kommunizieren, warum es sich lohnt, Northeims Herz zu besuchen,“ heißt es im Konzept der Cima-Planer.

- Gesteigert werden sollen die Bindung und Identifikation mit der Stadt: „Wir wollen erreichen, dass die Northeimerinnen und Northeimer stolz sind auf ihre Stadt, dass sie sich hier wohlfühlen und ihrem Northeim als Wohn- und Arbeitsort treu bleiben. Dafür müssen wir die Stärken und Besonderheiten ins Bewusstsein rücken“, so der Wortlaut im Konzept für die geplante neue Gesellschaft.

- Die Stadt soll zudem regional -und überregional positioniert werden. Der Auszug dazu aus dem Konzept: „Jeder, vom Tagesgast bis zum Unternehmen auf Standortsuche, muss seine Northeim-Benfits klar identifizieren können.“

Umfrage unter Northeimern

Bei einer Umfrage, an der nach den Worten von Bürgermeister Simon Hartmann rund 800 Northeimer Einwohner teilgenommen haben, kam heraus, dass diese sich mit ihrer Stadt stark verbunden fühlen, dass sie dies aber nicht selbstbewusst zeigen würden. Vielmehr verstecke sich Northeim hinter Göttingen und selbst hinter Einbeck. Dabei könne gerade das „Heimelige“ in Northeim die Stadt abheben und für den Wohlfühlfaktor sorgen.

Northeim habe mit seinen starken Unternehmen wie beispielsweise Continental und Thimm sowie seinen kleinen erfolgreichen Firmen sehr gute Voraussetzungen für die Wirtschaft. Die Cima-Planer: „Northeim liegt strategisch günstig und ist super angebunden.“

Hoch sei zudem die Lebens- und Erlebnisqualität mit ihrer vielfältigen Kultur- und Veranstaltungslandschaft, ergänzt durch eine attraktive Umgebung. „Lokale Schätze und Besonderheiten seien „definitiv vorhanden und müssten geborgen werden“, so das Konzept weiter. Das starke Engagement Einzelner biete eine gute Basis für das künftige Marketing. Mit einer gezielten Bündelung der Kräfte und der Kopplung von Angeboten könne viel erreicht werden. (Von Hans-Peter Niesen)

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