Neues Konzept

Marktschwärmerei Northeim startet am 23. April mit einem Bauernmarkt am Bahnhof

Marie-Luise Kisters mit Sohn Mats, Linda Armbrecht und David Vaupel auf dem Gelände Bahnhofstraße 1 in Northeim.
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Wollen einen neuen Bauernmarkt etablieren: Marie-Luise Kisters mit Sohn Mats, Linda Armbrecht und David Vaupel auf dem Gelände Bahnhofstraße 1 in Northeim.

Online bestellen, um die Ecke abholen – so lautet das Motto für einen neuen Bauernmarkt, der künftig freitags auf dem ehemaligen Raiffeisengelände neben dem Northeimer Bahnhof stattfinden soll.

Northeim – „Viele Berufstätige schaffen es nicht, den Wochenmarkt tagsüber zu besuchen und wir möchten ihnen diese Alternative bieten, um Lebensmittel aus artgerechter Tierhaltung und nachhaltiger Produktion direkt von den Erzeugern kaufen zu können“, sagt Landwirtin Linda Armbrecht, die in Mandelbeck Weiderinder hält. Bei der Suche nach einer zusätzlichen Vermarktungsmöglichkeit für das Fleisch war sie auf das Marktschwärmer-Konzept aufmerksam geworden.

Zusammen mit Petra Oelkers, die bereits im Oktober in Göttingen eine mittlerweile erfolgreich laufende „Marktschwärmerei“ gegründet hat, und Marie-Luise Kisters vom Regionalen Erzeugerverband Südniedersachsen in Einbeck hat sie die Marktschwärmerei Northeim ins Leben gerufen, die am 23. April starten soll.

Produzenten sind begeistert

Die Produzenten der Marktschwärmerei Göttingen seien so begeistert von dem neuen Konzept, dass fast alle mit nach Northeim kommen möchten, berichtet Oelkers und freut sich darüber, dass die Bekleidungsfirma Knobloch & Knebel die entsprechende Fläche einmal pro Woche zur Verfügung stellen wird.

Interessenten können sich im Internet kostenlos und unverbindlich auf der Webseite marktschwärmer.de anmelden und anschließend bestellen. Der bestellte Warenkorb wird online bezahlt und kann dann jeweils freitags zwischen 17 und 19 Uhr in Northeim bei den jeweiligen Anbietern abgeholt werden.

Langfristig möchten die Initiatorinnen den Bauernmarkt zu einem geselligen Treffpunkt entwickeln, an dem sich die Besucher auf das Wochenende einstimmen können. Aufgrund der Corona-Pandemie ist das aber wohl so schnell nicht möglich. 100 Anmeldungen gibt es bereits, und weitere 50 sind noch nötig, damit es wie geplant losgehen kann. (Niko Mönkemeyer)

Netzwerk für Erzeuger und Verbraucher

Die Idee der Online-Direktvermarktung kommt aus Frankreich, wo seit 2011 bereits über 800 Schwärmereien entstanden. In Deutschland startete das Netzwerk, das Erzeuger und Verbraucher näher zusammenbringen bringen soll, im Herbst 2014. Derzeit gibt mehr als 90 Schwärmereien in 11 Bundesländern. In Niedersachsen gibt es bislang 2 Schwärmereien in Hannover sowie jeweils eine in Göttingen, Hildesheim, Seelze und Springe.

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