Erkrankung ist meldepflichtig 

Masern: Hohe Impfquote im Landkreis Northeim - 2019 noch kein Masernfall

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Die Impfung gegen Masern erfolgt in der Regel als MMR-Impfung  - also gegen Masern, Mumps und Röteln. 

Die Impfrate im Landkreis Northeim gegen Masern ist hoch. Bislang gibt es in diesem Jahr noch keinen bestätigten Masernfall im Kreis. Anders sieht es in Hildesheim aus. 

Für die erste Impfung, die zwischen dem elften und 14. Lebensmonat eines Kindes vorgenommen werden soll, beträgt die Impfrate nach Angaben des Sprechers der Kreisverwaltung, Dirk Niemeyer, 95 Prozent. Für die zweite Impfung zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat liege sie bei 91 Prozent. 

2019: Noch kein Masernfall im Kreis Northeim 

Die Raten seien seit Jahren konstant, wie die Northeimer Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilte. In der Regel erfolgt die Masern-Immunisierung in Form einer Kombinationsimpfung auch gegen Röteln und Mumps. In diesem Jahr gibt es noch keinen bestätigten Masernfall im Kreis Northeim. Die hochansteckende Virus-Erkrankung ist meldepflichtig.

Im nördlichen Nachbarlandkreis Hildesheim sind dagegen bisher 28 Masernfälle aktenkundig. Dort ist an einer besonders stark betroffenen Schule Schülern, Eltern und Lehrern, die keinen Impfschutz nachweisen konnten, das Betreten der Schule untersagt worden. Außerdem registrierte das Landesgesundheitsamt in acht weiteren niedersächsischen Landkreisen einzelne Fälle.

Ähnlich wie in Hildesheim wäre nach Niemeyers Angaben das Vorgehen auch im Landkreis Northeim, sollte die Krankheit im Kreisgebiet ausbrechen. Bei Masernfällen werde umgehend ermittelt, welche Personen beispielsweise in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen Kontakt zum Erkrankten hatten. 

Kurzfristige Impfungen möglich 

Bei ihnen folge dann eine Überprüfung des Impfschutzes. Ungeschützte Kontaktpersonen und Erkrankte werden vom Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen.

Bei Bedarf ist es nach den Worten des Sprechers außerdem möglich, sogenannte Riegelungsimpfungen vorzunehmen. Das sind möglichst kurzfristige Masernimpfungen von Kontaktpersonen, um eine weitere Ausbreitung der Viruserkrankung zu verhindern. 

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