Mehr Einsätze für den Rettungdienst im Landkreis

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Northeim. Die Rettungsdienste im Landkreis Northeim haben immer mehr zu tun. Die Einsatzzahlen sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen.

Während 2012 noch 9003 Einätze für Rettungswagen gezählt wurden, waren es 2013 schon 9235 Einsätze. 2014 kamen 9823 Einsätze zusammen.

Der Landkreis reiht sich damit in einen bundesweiten Trend ein, wonach die Einsatzzahlen im Rettungsdienst von Jahr zu Jahr durchschnittlich um vier Prozent steigen. Die Gründe sind vielfältig. „Der demografische Wandel ist deutlich zu spüren“, sagt Dr. Bodo Lenkewitz, ärztlicher Leiter Rettungdienst im Landkreis Northeim. „Die Menschen werden älter und damit oft auch kränker.“

Außerdem wüssten viele Menschen nicht, wann sie den Rettungsdienst rufen müssen. „Es gibt immer mehr Fälle, in denen der Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst die besseren Ansprechpartner wären“, sagt Lenkewitz.

Das sieht Jan Henze, stellvertretender Rettungswachenleiter beim Arbeiter-Samariter-Bund in Nörten-Hardenberg, ähnlich. „Manche Menschen finden es bequemer, den Rettungsdienst zu rufen, anstatt selbst zum Arzt zu fahren oder auf einen Hausbesuch zu warten.“ Schließlich sei der Rettungsdienst innerhalb weniger Minuten vor Ort. Dass während dieser Zeit möglicherweise andere, echte Notfälle nicht schnell genug versorgt werden können, würden viele vergessen.

Auch beim Krankentransport setzt sich der Trend nach oben fort. Von 11.153 Einsätzen im Jahr 2012 ist die Zahl über 12.738 (2013) auf mittlerweile 13.148 Einsätze (2014) gestiegen. Grund hierfür sei unter anderem die Spezialisierung von Kliniken, die mehr Verlegungsfahrten erfordere, so Henze. Ein weiterer Grund könnte die schnellere Entlassung von Patienten aus dem Krankenhaus sein, die dann auch schneller wieder eingewiesen werden.

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