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Mehr geflüchtete Menschen als 2015 im Landkreis Northeim

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Von: Niko Mönkemeyer

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Ehemalige Hotelanlage aus der Vogelperspektive
ProxyServlet.jpg © Schrader, Roland

Der Landkreis sucht weiter geeigneten Wohnraum für geflüchtete Menschen

Northeim – Seit März dieses Jahres wurden bis Anfang November im Landkreis Northeim rund 2500 Menschen aus der Ukraine aufgenommen und damit fast 1000 Menschen mehr als in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt. Damals waren es 1600 geflüchtete Personen. Das teilte der Landkreis Northeim auf HNA-Anfrage mit.

Aktuell befinden sich laut Mitteilung der Kreisverwaltung noch 2126 Ukrainerinnen und Ukrainer im Landkreis. Darüber hinaus wurden seit Januar 2022 rund 200 geflüchtete Menschen aus anderen Ländern dem Landkreis Northeim zur Unterbringung zugewiesen.

384 Personen leben zurzeit in Wohnungen, die vom Landkreis Northeim angemietet wurden. 172 Personen leben derzeit in Gemeinschaftsunterkünften, 83 in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen Northeim, 64 in der Gemeinschaftsunterkunft Dassel/Sievershausen und 25 in der Jawoll-Halle in Einbeck.

In sogenannten Wohnanlagen sind derzeit insgesamt 66 Personen untergebracht, davon 29 im ehemaligen Hotel „Altes Forsthaus“ Goseplack in Lichtenborn, 32 im Landhotel Anna Bodenfelde und fünf im Landhotel Wilhelm Busch in Dassel.

Weitere geflüchtete Menschen wohnen laut Landrätin Astrid Klinkert-Kittel aktuell in privat beschafftem Wohnraum. Sobald es möglich sei, sollen die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnanlagen und Gemeinschaftsunterkünfte auf Wohnungen umverteilt werden. Allerdings gebe es aufgrund der starken Zugänge geflüchteter Menschen aus der Ukraine derzeit nicht ausreichend schnell freien Wohnraum. Der Landkreis suche daher laufend weitere Wohnungen, die für die Unterbringung von geflüchteten Menschen geeignet seien.

Aus diesem Grund müssten Personen, die derzeit in Hotels und Pensionen oder in Sammelunterkünften untergebracht sind, dort länger bleiben als geplant. Im Vordergrund stehe aber, den Geflüchteten überhaupt Obdach bieten zu können. Klar sei, dass Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration die dezentrale Unterbringung eine wichtige Voraussetzung sei.

Wer freien Wohnraum oder größere Immobilien für die Unterbringung geflüchteter Menschen zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0 55 51/70 87 94 oder per E-Mail an wohnungssuche@landkreis-northeim.de an die Wohnungsakquise (Fachbereich Facility-Management) des Landkreises Northeim zu wenden. Telefonisch ist die Hotline montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr und montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr erreichbar. (Niko Mönkemeyer)

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