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Mehr Platz für Fahrräder in Northeim und Einbeck

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Von: Niko Mönkemeyer

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Radfahrerin fährt auf der Northeimer Teichstraße
Bereits 2019 wurde im Rahmen eines Gutachtens zur Verkehrssituation in Northeim vorgeschlagen, die Teichstraße als Fahrradstraße umzugestalten. © Mönkemeyer, Niko

In Northeim und Einbeck stehen Konzepte für die Verkehrswende auf dem Prüfstand.

Einbeck/Northeim – Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der steigenden Energiepreise bekommen Konzepte und Ideen für die Umsetzung der viel zitierten Verkehrswende eine immer größere Bedeutung. In Einbeck werden dazu am kommenden Samstag die Straßen der Innenstadt zu Fahrradstraßen umgewidmet – allerdings nur im Rahmen eines sogenannten Verkehrswendefestes für einen Tag.

Initiator dieser Aktion ist ein breites Bündnis aus engagierten Personen und Gruppen, die gemeinsam erste Vorschläge für eine fahrradfreundlichere Stadt Einbeck erarbeitet haben. Bereits im kommenden Frühjahr soll es dazu einen Verkehrsversuch geben, um zu testen, wie die Einführung von Fahrradstraßen die Mobilität der Verkehrsteilnehmer verbessern kann.

Im März hatte sich der Einbecker Rat mit einem umfangreichen Gutachten beschäftigt. Das war zu dem Ergebnis gekommen, dass es in Einbeck einen großen Handlungsbedarf für den Fuß- und Radverkehr gebe.

Konkrete Handlungsschritte seien seitens der Einbecker Stadtverwaltung aber bislang noch nicht eingeleitet worden, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der an der Aktion beteiligten Gruppen, Vereine und Organisationen.

Auch die Stadt Northeim will sich im kommenden Jahr verstärkt um dieses Thema kümmern. Im Juni dieses Jahres habe man bereits im Rahmen einer Radverkehrsschau die Mängel an den bestehenden Radwegen erfasst und sei derzeit dabei, diese nach und nach zu beheben, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung auf HNA-Anfrage.

Für 2023 sei dann vorgesehen, ein umfassendes Mobilitätskonzept zu erstellen, um insbesondere „emissionsarme Verkehrsarten wie Radfahren, den öffentlichen Nahverkehr und das Zufußgehen zu stärken“. Dabei werde man dann auch endgültig über bereits vorliegende Ideen wie zum Beispiel die Einrichtung von Fahrradstraßen entscheiden, so die Stadt Northeim.

In einem Gutachten zum Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Northeim wurde 2019 ein Konzept zur Förderung des Radverkehrs im gesamten Northeimer Stadtgebiet empfohlen. Das sah unter anderem vor, in einem Pilotprojekt die Teichstraße als Fahrradstraße auszuweisen, um eine Verbindung zwischen Süd- und Innenstadt zu erreichen. Hierzu schlugen die Gutachter vor, den Autoverkehr dort durch eine Einbahnstraßenregelung einzuschränken.

Außerdem ist laut Mitteilung der Verwaltung vorgesehen, auf Anregung aus Reihen der Politik im Rathaus für das Thema Mobilitätsmanagement eine zusätzliche Stelle zu schaffen, „damit diese Aufgaben künftig auch stärker personell verankert werden können“. Darüber hinaus sei das städtische Klimaschutzmanagement derzeit dabei, weitere konkrete Maßnahmen zur stärkeren Nutzung von klimafreundlichen Verkehrsmitteln zu konzipieren. (Niko Mönkemeyer)

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