Zur Heroin-Ersatztherapie

Methadon: Kreis Northeim sucht Ärzte für Abgabe

Northeim. Der Ausschuss für Soziales und  Gesundheit des Northeimer Kreistags hat sich mit der Situation Heroinabhängiger beschäftigt.

Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer: „Mit dem anhaltenden Drogenkonsum sind auch erhebliche negative physische und psychische Folgen verbunden, die zu einer gesellschaftlichen Isolation und sehr oft zum Verlust des Arbeitsplatzes führen“.

Ohne Einnahme von weiteren Heroingaben treten bei Abhängigen Entzugserscheinungen auf, die sich in starken Schmerzen äußern, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. „Eine nicht unerhebliche Anzahl davon rutscht sehr schnell in die Beschaffungskriminalität ab“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Seit vielen Jahren gebe es die Möglichkeit, durch die Einnahme sogenannter Ersatzdrogen wie Methadon die Symptome der Abhängigkeit zeitweise zu unterdrücken. Die Mittel müssen jedoch jeden Tag unter ärztlicher Aufsicht ausgegeben und eingenommen werden.

In Northeim erfolgte dies bis vor einiger Zeit unter ärztlicher Kontrolle in einer Arztpraxis. Aus persönlichen Gründen wurde die sogenannte Substitution jedoch eingestellt. „Dies führt bedauerlicherweise dazu, dass die betroffenen Patienten täglich weite Wege in Kauf nehmen müssen oder wieder versuchen, die Entzugserscheinungen mit all den negativen Folgen durch erneuten Konsum von Heroin zu vermeiden“, so Klinkert-Kittel weiter.

Die Ausschussmitglieder waren sich laut Niemeyer deshalb einig, dass die Landrätin Gespräche mit dem Ziel führen soll, dass im Bereich der Stadt Northeim auch weiterhin die Substitution von Drogenabhängigen erfolgen kann.

Hierbei gehe es insbesondere auch darum, Ärzte zu finden, die bereit sind, die Ausgabe der Ersatzdrogen anzubieten.

Rubriklistenbild: © dpa

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