Miet-Ziegen sollen den Burgberg von Gestrüpp befreien

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Sie sind neugierig: Die zum Fressen gemieteten 20 Ziegen sollen das Areal auf dem Burgberg von nachwachsenden Trieben der Eschen befreien. Hier schießt Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese ein Bild von den Vierbeinern, die 2016 möglicherweise erneut engagiert werden.

Katlenburg. 20 Ziegen weiden auf der Westseite des Katlenburger Burgbergs. Der Hintergrund: Sie sollen das Areal auf dem Burgberg von nachwachsenden Trieben der Eschen befreien.

Die Ziegen wurden gemietet und extra zum Fressen engagiert.

Mitglieder des Fördervereins Burgbergkomplex hatten sich unter Regie ihres Vorsitzenden Siegfried Kusch in schweißtreibender Arbeit darum gekümmert, den Burgberg auf der Gefällfläche zur Straße zwischen Katlenburg und Wachenhausen von alles überlagernden Bäumen zu befreien. Das haben die Herren geschafft.

Doch damit ist es noch längst nicht getan, wenn aus dieser Fläche in absehbarer Zeit eine Streuobstwiese entstehen soll. Nach dem Entfernen der Bäume wuchert dort so ziemlich alles, was für die Kulturfläche abträglich ist.

Dafür wurden jetzt die Ziegen der Bühlerin Anke Busch angemietet. Im Gegensatz zu Schafen, die gern als „Rasenmäher“ bezeichnet werden, beschränken sich Ziegen nicht auf Gras, sondern fressen so ziemlich alles, was ihnen vors Maul kommt. Und das ist genau ihr Job.

„Die Ziegen vertilgen nachwachsende Eschen, Holunder, Beerengestrüpp und machen auch vor Disteln und anderen dornigen Gewächsen nicht halt“, beschreibt Anke Busch die Fresslust ihrer Vierbeiner. Die Bühlerin ist Landwirtin und hat insgesamt 80 Ziegen, die sie genau für solche Einsätze wie jetzt am Burgberg in Katlenburg vermietet. Das nennt sich dann Landschaftspflege.

Die 20 Tiere leisten auf dem Burgberg gute Arbeit. Die Bühlerin weiß aber auch, dass ein Einsatz ihrer Ziegen auf diesem Gelände nicht reichen wird. „Wenn die Fläche richtig kultiviert werden soll, müssen die Tiere zwei oder sogar drei Jahre nacheinander ihre Arbeit dort verrichten, weil sonst immer wieder neue und nicht gewollte Triebe aus dem Erdreich schießen“, lautet ihre Einschätzung zur Beweidungsmaßnahme.

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