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Mit Kinospot gegen den Rausch am Steuer

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Von: Kathrin Plikat

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Gemeinsame Kampagne: Von links Simone Köhler (Verkehrssicherheitsberaterin Polizei), Harald Rode (Dezernent Jugend und Soziales Landkreis), Marc-Dennis Pülm (Leiter Einsatz Polizei), Swantje Weber (Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz Landkreis und Patrick Kobbe (Leiter Sachbereich Einsatz und Verkehr Polizei).
Gemeinsame Kampagne: Harald Rode (Dezernent Jugend und Soziales Landkreis), Marc-Dennis Pülm (Leiter Einsatz Polizei) und Swantje Weber (Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz Landkreis). © Polizei Northeim

Fast täglich berichtet die Polizei im Kreis Northeim von Verkehrsteilnehmern, die unter dem Einfluss berauschender Mittel, darunter Alkohol oder Drogen, am Steuer ihres Fahrzeugs auf den Straßen unterwegs sind.

Schon seit Längerem gibt es dazu eine landesweite Verkehrssicherheitskampagne, die das Thema Fahrtüchtigkeit zum Inhalt hat. Und im Landkreis Northeim werden ab sofort auch Besucher der Kinos in Einbeck und Northeim darüber informiert: Ein Werbespot für die Kampagne ist dank einer Kooperation zwischen der Polizeiinspektion Northeim und dem Landkreis Northeim dort für insgesamt drei Monate zu sehen.

Der Themenbereich Fahrtüchtigkeit ist in diesem Jahr ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit in Sachen Verkehrssicherheit, heißt es in einer Pressemitteilung. Die landesweite Sensibilisierungskampagne trägt den Titel „#FAHRKLAR“. Die Beeinflussung der Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr umfasst neben dem klassischen Konsum von Alkohol und sonstigen berauschenden Mitteln oder Medikamenten auch Müdigkeit sowie chronische physische und psychische Erkrankungen, heißt es weiter.

Im Jahr 2021 ereigneten sich im Bereich der Polizeiinspektion Northeim fast 50 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss oder dem Einfluss berauschender Mittel. Der Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Northeim, Polizeioberrat Marc-Dennis Pülm, betont, dass die Kampagne klar auf die Vernunft und Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer abziele und zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung bei den der Verkehrsteilnehmern beitragen soll.

Zudem kündigte er an, dass zeitgleich eine verstärkte Verkehrsüberwachung durch die Polizei im Landkreis Northeim dazu beitragen werde, Fehlverhalten festzustellen und entsprechend zu ahnden.

Polizeihauptkommissar Patrick Kobbe, Sachbereich Einsatz und Verkehr bei der Polizeiinspektion Northeim, ergänzt: „Nach derzeitigem Stand der Verkehrsunfallanalyse für das Jahr 2022 lässt sich ein leicht steigender Trend in Verbindung mit der Beeinflussung durch Alkohol und sonstiger berauschender Mittel erkennen.“

Die Polizei sei froh, gemeinsam mit dem Landkreis Northeim die Verkehrssicherheitskampagne auf die Kinos auszuweiten und so einen erweiterten Kreis von Verkehrsteilnehmern erreichen zu können. Aus Sicht von Dezernent Harald Rode von der Kreisverwaltung sei die Kampagne auch aus Sicht des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes besonders wichtig, weil so die Risikogruppe der jungen Fahrer und Fahrerinnen erreicht und sensibilisiert werde.

Erst Anfang November habe es an den Berufsbildenden Schulen II in Northeim den Verkehrssicherheitstag „WAM“ gegeben, wobei die Abkürzung für „Wait a minute“ steht und die die symbolische Minute, auf die es nicht ankommt und die man sich mehr Zeit nehmen soll, umschreibt, heißt es dazu weiter.   (kat)

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