Disziplinarverfahren droht

Mitarbeiterin wirft Northeimer Landrat Wickmann Belästigung vor

Northeim. Northeims Landrat Michael Wickmann droht ein Disziplinarverfahren wegen des Verdachts der Belästigung einer Mitarbeiterin. Das Innenministerium prüft die Vorwürfe.

Lexikonwissen:

Wickmann im Regiowiki

Nach HNA-Informationen sollen die Vorwürfe einer Landkreis-Beschäftigten gegen den Chef der Kreisverwaltung, der seit Ende September wegen eines Schlaganfalls krank geschrieben ist, seit November in der Kreisverwaltung bekannt sein.

Nach dem Landes-Disziplinarrecht ist für ein Disziplinarverfahren gegen den Landrat nicht die Kreisverwaltung, sondern das niedersächsische Innenministerium zuständig. Von dort bestätigte ein Sprecher, dass man den Vorgang kenne und derzeit prüfe, ob die Vorwürfe ein Disziplinarverfahren rechtfertigen. Dass eine Beschwerde gegen Wickmann vorliege, wurde den Mitgliedern des nicht öffentlich tagenden Kreisausschusses am Montag von der Verwaltung mitgeteilt.

Michael Wickmann

Was genau Wickmann vorgeworfen wird, ist unklar. Spekuliert wird auch über Mobbing. Die Mitarbeiterin und der Personalrat äußern sich nicht gegenüber der Presse. Strafrechtlich relevant ist seine mögliche Verfehlung aber wohl nicht. Auf Anfrage teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Göttingen, Frank-Michael Laue, mit, dass kein Verfahren gegen den Landrat geführt werde.

Landrat Wickmann selbst wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Nur so viel: Er kenne die Vorwürfe inhaltlich überhaupt nicht und sei auch vom Innenministerium nicht aufgefordert worden, eine Stellungnahme abzugeben.

Seine Rückkehr an seinen Schreibtisch im achten Stock des Kreishauses nach der Genesung von seinem Schlaganfall war für Mitte Januar erwartet worden. Vor zehn Tagen wurde dann bekannt, dass er noch bis Mitte Februar krankgeschrieben ist.

Die Amtszeit von Michael Wickmann (62) dauert noch bis zum Oktober 2021. Er wurde erst 2013 wiedergewählt. (ows/goe)

Rubriklistenbild: © dpa

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