Keine Ausschreitungen

AfD mobilisiert in Northeim mehr Leute als ihre Gegner

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Kundgebung: Frauke Petry auf dem Northeimer Marktplatz.

200 AfD-Anhänger, 80 Gegendemonstranten und 60 Polizisten: Das sind die Eckdaten der AfD-Kundgebung mit der Bundessprecherin Frauke Petry am Samstag auf dem Northeimer Markplatz.

Dass die AfD zahlenmäßig stärker war als die Gegendemonstranten, die sich vor allem aus Grünen, SPD-Mitgliedern und weiteren Angehörigen des Northeimer Bündnisses gegen Rechtsextremismus zusammensetzten, lag vor allem an auswärtiger Verstärkung für die Petry-Partei. Auch aus Nachbarbundesländern und -regionen waren Anhänger in die Kreisstadt gekommen, um die Nummer eins der AfD zu hören.

Den durchweg friedlichen Gegendemonstranten, die vom AfD-Kreisvorsitzenden Maik Schmitz und dem Landesvorsitzenden Armin-Paul Hampel fälschlicherweise mehrfach der „Antifa“, also der Antifaschistischen Linken“ zugerechnet wurden, versuchten mit Trillerpfeifen, Vuvuzelas, und Ratschen die Kundgebung zu stören. Doch übertönen konnten sie die Lautsprecher der AfD nicht.

Die Polizei hatte eine Stunde vor Kundgebungsbeginn den Platz rundherum mit Absperrgittern abgeriegelt. Zu Zwischenfällen an den Absperrungen kam es nicht.

Hampel und Petry betonten in ihren Reden, dass sie wegen des Kommunalwahlkampfs in Northeim seien. Auf das Glatteis der kommunalpolitischen Themen in Northeim und des Landkreises begaben sie sich aber nicht. Stattdessen gab es unter anderem die von der AfD bekannte Kritik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vom Publikum mit dem skandierten Ruf „Merkel muss weg“ beantwortete wurde.

Petry hob außerdem erneut hervor, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, aber Muslime, die ihren Glauben privat und friedlich praktizieren, natürlich schon.

Im Anschluss an ihre Rede musste Petry noch mit zahlreichen Anhängern Selfies machen und Autogramme schreiben.

AfD-Kundgebung auf Northeimer Marktplatz

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