Verkaufsflächen sollen bestimmte Größe nicht überschreiten

Möbelhäuser fordern Grenzen für XXXL und Poco

Ansiedlungsfläche: Auf dem hellen Stoppelacker gegenüber der Autobahnauffahrt in Richtung Kassel wollen sich XXXL und Poco ansiedeln. Archivfoto:  Rampfel

Göttingen / Northeim. Möbelhausbesitzer der Region kämpfen gemeinsam darum, dass die in Göttingen geplanten Möbelhäuser XXXL und Poco mit zusammen 33.000 Quadratmeter (qm) Verkaufsfläche kleiner werden als bisher vorgesehen.

„Wir wollen Wettbewerb nicht verhindern", betont Klaus Rheinländer, Inhaber des Eichsfelder Möbelcenters (Gieboldehausen). Es gehe nur darum, relative Waffengleichheit herzustellen.

Die Möbelhausbesitzer haben ein Gutachten in Auftrag gegeben. Darin schlägt das beauftragte Büro Bulwiengesa (Hamburg) vor, die Verkaufsflächen für XXXL und Poco auf zusammen maximal 23.500 (qm) zu begrenzen, davon

• maximal 18.000 qm für Möbel (geplant sind 24.700 qm),

• 1000 qm für Haushaltswaren (geplant 1670 qm) und

• 2000 statt 3300 qm für Glas, Porzellan und Keramik.

Unter diesen Bedingungen wäre aus Sicht der Inhaber der Möbelhäuser Bäucke (Northeim), Eichsfelder Möbelcenter (Gieboldehausen), CJ Jäger (Witzenhausen), Wesa (Bad Sachsa), Wehe (Uslar) und Bono (Göttingen) ein fairer Wettbewerb mit XXXL und Poco möglich. Sollte die Stadt Göttingen unverändert an ihren Plänen festhalten, wovon die Möbelhausbesitzer ausgehen, könnten diese selbst nicht dagegen vorgehen.

Allerdings könnte die Stadt Northeim ein Normenkontrollverfahren gegen die Genehmigung anstrengen, weil Möbel Bäucke durch XXXL dann in seiner Existenz bedroht wäre und damit auch die sogenannte Versorgungsfunktion der als Mittelzentrum eingestuften Kreisstadt.

Selbst das vom Investor, der für XXXL bauen möchte, für die Stadt Göttingen in Auftrag gegebene Gutachten geht davon aus, dass es infolge der XXXL-Ansiedlung in der geplanten Form zu Betriebsschließungen („Marktaustritten“) kommen werde. Das Bulwiengesa-Gutachten prognostiziert für Bäucke einen existenzbedrohenden Umsatzrückgang von 20 Prozent.

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