Mögliche zweite Bombe am Northeimer Bahnhof

Northeim. Am Northeimer Bahnhof liegt möglicherweise eine zweite Bombe im Erdreich. Bei Arbeiten wurde ein neuer Verdachtspunkt in der Nähe der ersten Fundstelle gefunden.

Dieser „Verdachtspunkt“, wie ihn der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Jörg Dodenhöft, bezeichnete, ist bei Erdarbeiten entdeckt worden. Die Fundstelle liegt zwischen den Gleisen 2 und 13 nahe der P+R-Anlage nur etwa 50 Meter von ersten vermuteten Blindgänger entfernt.

Genau wie im ersten und bereits seit einigen Wochen bekannten Verdachtsmoment gibt es aktuell keine genauen Erkenntnisse darüber, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nach der Bombardierung des Northeimer Bahnhofs handelt oder möglicherweise um einen anderen metallischen Gegenstand. Das werden erst die genauen Untersuchungen durch Spezialisten in der Nacht zum kommenden Sonntag ergeben, wenn das Erdreich abgetragen wird, um die vermeintlichen Bomben freizulegen.

Die Stadt Northeim hatte am Donnerstagvormittag eiligst eine Pressekonferenz einberufen, um diese Nachricht zu verkünden. „Wir haben die Information gerade erst frisch auf den Tisch bekommen“, sagte Dodenhöft.

Der neue Verdachtspunkt ist aufgetreten, als die Stadtwerke Northeim eine Versorgungsleitung zum Bahnhof verlegt haben. Bekannt ist derzeit lediglich, dass dieser Verdachtspunkt nur zwischen 1,20 bis 1,50 Meter unter der Erdoberfläche lagert.

Mit Blick auf die für den kommenden Sonntag geplante Freilegung der ersten Fundstelle und die Entschärfung einer möglichen Bombe und den damit erarbeiteten Zeitplan ändert sich nichts. Auch die Evakuierung von rund 7000 Northeimern ab Sonntagmorgen ändert sich nichts.

„Es bleibt alles so, wie geplant“, erläuterte Dodenhöft bei der Pressekonferenz. Beide Fundestellen würden durch die Spezialisten entweder parallel oder nacheinander freigelegt und untersucht.

Rubriklistenbild: © dpa

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