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Der Northeimer Münsterplatz soll Ende Oktober 2025 fertig werden

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Von: Axel Gödecke

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Der umgestaltete Münsterplatz nach der im Dezember 2022 noch einmal überarbeiteten Version, bei der die geplanten Pflanzinseln um die Bäume verringert worden waren, um mehr Raum für Veranstaltungen zu lassen. Animation: Planungsbüro TPG
Der umgestaltete Münsterplatz nach der im Dezember 2022 noch einmal überarbeiteten Version, bei der die geplanten Pflanzinseln um die Bäume verringert worden waren, um mehr Raum für Veranstaltungen zu lassen. Animation: Planungsbüro TPG © TGP Lübeck

Die Stadt Northeim hält am Bau-Zeitplan für die Umgesstaltung des Münsterplatzes fest. Er soll im Herbst 2025 fertig sein.

Northeim – Kurz vor Weihnachten hatte der Northeimer Rat beschlossen, die aus Klimaschutzgründen nachgebesserte Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Münsterplatzes mit Kosten von 7,4 Millionen Euro doch zu realisieren. Allerdings abgespeckt mit etwas weniger Raum für die Staudenpflanzinseln rund um die Bäume.

Jetzt wird in der Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung (EBA) und den Stadtwerken Northeim sowie dem Lübecker Planungsbüro TGP, das den Wettbewerb für die Platzumgestaltung gewonnen hatte, an der Ausführungsplanung gearbeitet, heißt es auf HNA-Nachfrage aus dem Rathaus. Parallel würden die Leistungsverzeichnisse für die Bauarbeiten erstellt, die für die Ausschreibungen der Bauarbeiten notwendig sind.

Bevor die Ausschreibungen veröffentlicht werden könnten, gelte es allerdings noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen, betont Bürgermeister Simon Hartmann. So müsse beispielsweise noch abgewartet werden, dass das Amt für regionale Landesentwicklung, das für die Freigabe von Stadtsanierungszuschüssen zuständig ist, grünes Licht für die überarbeitete Kosten- und Finanzierungsübersicht (Kofi) zur Gesamtstadtsanierung gibt. Die Münsterplatzumgestaltung ist ein Teil des Stadtsanierungsprogramms. Die Überarbeitung war wegen Verteuerungen im Bausektor sowie inflationsbedingt und erfolgter Plannachbesserungen notwendig geworden.

Sobald die Rückmeldung von dort vorliege, könne die Kofi vom Verwaltungsausschuss beschlossen und dann zur endgültigen Genehmigung wieder ans Amt für regionale Landesentwicklung gesandt werden.

Hartmann: „Wir hoffen auf eine positive Entscheidung über den Kostenrahmenüberschreitungsantrag.“ Klarheit darüber sei auch deshalb wichtig, weil der Rat eine Obergrenze von 2,4 Millionen Euro für den städtischen Eigenanteil für die Münsterplatzumgestaltung beschlossen habe. Ohne Anerkennung der höheren Kosten und einer daraus resultierenden Förderung würde diese Obergrenze nicht eingehalten werden.

Parallel dazu müssten die überarbeiteten Baupläne zur Platzumgestaltung auch vom Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften fachlich geprüft und genehmigt werden. Dieses werde etwa drei Monat dauern, so die Stadtverwaltung.

In ihrer Investitionsplanung für die nächsten vier Jahre hat die Stadt einen Sanierungszuschuss aus der Städtebauförderung von rund 6 Millionen Euro für den Münsterplatz angesetzt. Ob es wirklich mehr als 5 Millionen Euro an Zuschüssen gibt, wird allerdings davon abhängen, ob die Stadt Northeim aufgrund seiner Steuereinnahmen weiter als finanzschwache Kommune eingestuft bleibt. Dann beliefe sich der Stadtsanierungszuschuss nämlich auf 90 statt 66 Prozent. 2022 war Northeim als finanzschwach eingestuft.

Bevor Aufträge für den Münsterplatz vergeben werden können, sei auch noch der Beschluss des Doppelhaushalts 2023/24 durch den Rat und die Genehmigung durch den Landkreis nötig. Der Rat soll über den Etat am 2. Februar entscheiden.

Trotz der Verzögerungen im planerischen Bereich hofft die Stadt, den schon im Oktober 2022 aufgestellten Bau-Zeitplan für die Platzumgestaltung einhalten zu können. Danach starten sowohl der Eigenbetrieb Abwasser als auch die Stadtwerke mit ihren Erdarbeiten zur Verlegung von Kanälen und Versorgungsleitungen Ende Juli dieses Jahres, beginnend an der Sparkasse im Osten und bis April 2024 in Richtung zur Medenheimer Straße.

Die Arbeiten zur eigentlichen Gestaltung mit Pflaster, Wasserspiel und Bauminseln auf Flächen, wo Leitungen fertig sind, schließen sich ab September 2023 an. Fertig sein soll der neue Münsterplatz im Oktober 2025. (Axel Gödecke)

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