Rathaus-Kauf durch Stadt soll 250.000 Euro jährlich freisetzen

Multi-Halle in Northeim vom Tisch - Stadthalle wohl gerettet

Die Northeimer Stadthalle: Der Rettungsplan für den 25 Jahre alten Bau ist auf den Weg gebracht. Foto: Gödecke

Northeim. Die Northeimer Stadthalle scheint dauerhaft gerettet und der Plan für den Neubau einer großen Multifunktionshalle als Ersatz für die marode Schuhwallsporthalle ist damit vom Tisch.

Das ist das Ergebnis eines Gesprächs, das Vertreter der Stadt, des Landkreises und des Innenministeriums am Mittwoch in Hannover geführt haben.

Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser stellte die Einzelheiten des Gesprächs am Freitag der Presse vor. Möglich wird der Rettungsplan für die Stadthalle dadurch, dass die Stadt das bislang nur gemietete Rathaus am Scharnhorstplatz kauft. Dafür seien fünf bis sechs Millionen Euro nötig, die kreditfinanziert werden müssten.

Durch den Kauf spare die Stadt abzüglich von Zins und Tilgung des Kredits jährlich 250.000 Euro gegenüber der bisherigen Rathausmiete (400.000 Euro) ein – Geld, das für den Weiterbetrieb sowohl der Stadthalle als auch der Schuhwall-Sporthalle ausgegeben werden könne.

Beide Hallen müssten eigentlich nach dem bestehenden Zukunftsvertrag zwischen Stadt und Land in diesem Jahr geschlossen werden. Mit einem Zusatzvertrag, den der Rat am 19. März beschließen soll, wären beide Schließungen vom Tisch.

In dem Gespräch mit den Ministeriums- und Landkreisvertretern, die über die Einhaltung des Zukunftsvertrags zwischen Land und Stadt zu wachen haben, habe man zudem erreichen können, dass die Stadt Northeim die Ausgaben für Freiwillige Leistungen etwas anheben darf. Statt 2,97 Prozent der Haushaltssumme, darf dafür bis zu 3,99 Prozent ausgegeben werden.

Im Gegenzug, so Tannhäuser, haben Ministerium und Landkreis allerdings harte Forderungen gestellt, darunter weiterhin die Vorlage von jährlich ausgeglichenen Haushalten und die vollständige Abzahlung von Alt-Defiziten bis 2018, die Senkung der Betriebskosten der Stadthalle durch Gründung eines Förder- oder Trägervereins und die Verlagerung des Bürgerbüros ins Stadthallenrestaurant.

Den Verwaltungsausschuss des Stadtrates habe das Konzept wohlwollend zu Kenntnis genommen, sagte Tannhäuser. Es soll jetzt am 5. März in einer nichtöffentlichen Ratssitzung und danach am 12. März öffentlich im Finanzausschuss und am 19. März abschließend vom Stadtrat beraten und verabschiedet werden. (goe)

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