Mahnwache vor Redaktion und Geschäftsstelle der HNA

Muslime verurteilen Terroranschlag von Paris

Gemeinsam für Meinungsvielfalt und gegen Terror: Vor dem Northeimer HNA-Gebäude haben Mitglieder der türkisch-islamischen Gemeinde Northeim eine Mahnwache abgehalten. Foto:  Weiss

Northeim. Mitglieder der türkisch-islamischen Gemeinde Northeim haben am Freitag vor der Geschäftsstelle und der Redaktion der HNA eine Mahnwache abgehalten.

Sie beteiligten sich damit an einer bundesweiten Aktion der Ditib-Gemeinden, mit der sie auf den Terroranschlag in Paris reagieren.

„Wir lehnen es entschieden ab, dass Verbrecher während ihrer Mordtaten den Namen Allahs anrufen“, heißt es in einer Erklärung des Northeimer Ditib-Gemeindevorstands um Imam Ebubekir Yerli. „Kein Muslim kann sich zur Rechtfertigung seiner Verbrechen auf den Namen Allahs berufen.“

Dabei verweist der Vorstand auf den Koran. Dort heißt es: „Wer einen Menschen rettet, rettet die gesamte Menschheit.“ Der Schutz des Lebens sei ein Grundsatz des Islams.

Die Northeimer Muslime betonen, dass sie die Karikaturen ihres Propheten Mohammeds aufs Schärfste verurteilen. Sie habe die Gefühle vieler Muslime verletzt. Doch könne das den Terroranschlag auf das Leben von Medienschaffenden niemals rechtfertigen. Dieser sei ein Anschlag auf „einen tragenden Pfeiler nicht nur der französischen, sondern auch unserer Gesellschaftsordnung“, heißt es in der Erklärung weiter. Meinungsvielfalt und Freiheit seien in der Gesellschaft unverzichtbar.

Ditib ist die vom türkischen Namen abgeleitete Abkürzung der Türkisch-islamischen Union der Anstalt für Religion. Dem Ditib-Dachverband gehören in Deutschland 896 Ortsgemeinden an. (ows)

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