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Selten aufgeführtes Werk erklingt in St. Sixti in Northeim

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Von: Axel Gödecke

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Werben fürs Konzert in St. Sixti Northeim: Gernot Bollerhei (KSN-Marketingleiter), Superintendentin und Sixtipastorin Stephanie von Lingen und Ute Assmann (KSN-Vorstandsvorsitzende).
Werben fürs Konzert in St. Sixti Northeim: Gernot Bollerhei (KSN-Marketingleiter), Superintendentin und Sixtipastorin Stephanie von Lingen und Ute Assmann (KSN-Vorstandsvorsitzende). © Axel Gödecke

Monteverdis selten aufgeführtes Werk wird am 15. Mai in St. Sixti erklingen

Northeim – Fast auf den Tag genau 20 Jahre ist es her, dass in Northeim Claudio Monteverdis Sakralwerk „Marienvesper“ erklang, damals dargeboten vom Vokalensemble Hannover unter Leitung des gebürtigen Northeimer Musikprofessors Klaus-Jürgen Etzold.

Jetzt ist es die heimische Sixti-Kantorei, die sich an das selten aufgeführte Werk wagt: Am Sonntag, 15. Mai, um 18 Uhr ist es soweit. Dann wird Kreis- und Sixtikantor Benjamin Dippel den Taktstock erheben, und ihm werden rund 100 Mitwirkende aufmerksam folgen.

Die rund 70 Mitglieder der Kantorei gestalten das Konzert zusammen mit dem hannoverschen Barockorchester „la festa musicale“, das sich unter anderem beim Schleswig-Holstein-Musik-Festival einen Namen gemacht hat, und dem international bekannten sechsköpfigen Gesangs-Ensemble Polyharmonique, dessen Mitwirkende die Solopassagen des aufwendigen Stücks aus dem Jahr 1610 übernehmen.

Der Vorverkauf für das Konzert läuft bereits seit einiger Zeit, und das überaus erfolgreich, sagt Sixti-Pastorin und Superintendentin Stephanie von Lingen als Gastgeberin. Die Sixti-Kirche werde erstmals nach Renovierung und Pandemie wieder mit voller Platzzahl von rund 500 nummerierten Plätzen als Konzertraum mit seiner tollen Akustik zur Verfügung stehen.

Karten gebe es allerdings noch weiterhin ausreichend zum Preis ab 18 Euro, ergänzen KSN-Marketingchef Gernot Bollerhei und KSN-Vorstandsvorsitzende Ute Assmann, die ebenfalls für das Konzertgroßereignis werben. Die Veranstaltung, die zugleich das Eröffnungskonzert der neu aus der Taufe gehobenen Weserfestspiele ist, wurde nur möglich durch dass Sponsoring sowohl der Niedersächsischen Sparkassenstiftung als auch der Kreis-Sparkasse Northeim (KSN). Beide finanzierten auch zahlreiche Begleitaktionen, wie die digitale Werkeinführung als begehbare Dauerausstellung in der Sixti-Kirche oder auch eine musikpädagogische Handy-Rallye-Aktion für Kinder und Jugendliche im Vorfeld mit.

„Monteverdis frühbarocke Komposition mit seinen schönen, teils durchaus auch weltlichen Melodien, mit seinen kühnen Koloraturen, die bis an die Grenze der menschlichen Gesangstechnik führen, mit seiner großen Orchesterbesetzung und auch überraschenden Echoeffekten im Kirchenraum, zählen zu den „zehn Highlights der Kirchenmusik überhaupt“: So warb der in Hannover wirkende Musikpädagogik-Professor Klaus-Jürgen Etzold vor 20 Jahren für die Aufführung in Northeim.

Sixti-Kantor Benjamin Dippel, der 2022 die musikalische Leitung des Konzerts am 15. Mai in St. Sixti hat, legt noch einen drauf: „Das Werk ist strahlend, italienisch mit mediterranem Flair. Man spürt die Lust am Musizieren, manche Stellen schwingen vor Leichtigkeit, andere sind für die damalige Zeit so modern komponiert, dass es die Menschen ins Staunen versetzt haben muss.“

Karten: Vorverkauf 18 bis 36 Euro unter anderem in der HNA-Geschäftsstelle Northeim oder über reservix.de, die Abendkasse in St. Sixti ist ab 17.15 Uhr geöffnet. (Axel Gödecke)

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