Vorwurf: Rechtsradikale Gesinnung und Vorteilsname

Nach anonymem Brief: Bürgermeisterkandidat aus Northeim erstattet Anzeige 

Northeim. Unbekannte haben versucht, in anonymen Briefen den Bürgermeisterkandidat und amtierenden Verwaltungschef Jörg Dodenhöft zu diskreditieren.

Vor einigen Monaten wurde ihm in einem Schreiben „rechtsradikale Gesinnung“ vorgeworfen, auch soll er auf rechten Internetseiten aktiv gewesen sein. Das hatte 2017 zu Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Göttingen geführt.

Im Oktober hatte Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue mitgeteilt, dass sich keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben hätten, dass die in dem anonymen Schreiben geäußerten Behauptungen zutreffen würden. Laue: „Rechtes Gedankengut war nirgends auch nur im Ansatz zu erkennen.“ Jörg Dodenhöft sei vielmehr ein ehemaliger Zeitsoldat, der sich ehrenamtlich in der Kriegsgräberfürsorge engagiere.

Dodenhöft hatte seinerzeit Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen Unbekannt erstattet. Die Ermittlungen wurde allerdings von der Staatsanwaltschaft eingestellt, weil nicht festgestellt werden konnte, von wem dieser anonyme Brief stammte.

Am Dienstag nun ging es in einem weiteren anonymen Brief an die HNA-Redaktion in Northeim um eine angebliche Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Göttingen gegen Dodenhöft wegen Vorteilsnahme. Der amtierende Verwaltungschef, der am 25. Februar als unabhängiger Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Northeim antritt (HNA berichtete), soll angeblich vor vielen Jahren beim Bau seines Hauses „im größeren Stil“ die Bediensteten des Bauhofes der Stadt Northeim während der Arbeitszeit dazu veranlasst haben, mit städtischen Fahrzeugen des Bauhofes Baumaterial zu seiner Baustelle in Hammenstedt gefahren zu haben.

Dodenhöft bezog am Dienstag klar Stellung zu den Vorwürfen: „Unbekannte Denunzianten haben bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag eingereicht und mich der Vorteilsnahme im Amt bezichtigt. Mir ist heute bekannt geworden, dass ich vor 25 Jahren mein Haus mit Mitteln der Stadt Northeim errichtet haben soll. Diese Unterstellung ist schon deshalb absurd, weil ich damals überhaupt nicht für die Stadt Northeim gearbeitet habe. Dieser wahrheitswidrige Vorwurf zielt darauf, meine Ehre als Kandidat für das Amt des Northeimer Bürgermeisters zu beschädigen. Ich werde daher aktiv mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, wenn diese in der Sache ermittelt“.

Einen Kommentar dazu von Olaf Weiss lesen Sie hier

Rubriklistenbild: © HNA

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