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Nach Explosion in Northeimer Wohnung: Bombenbauer schweigen

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Von: Kathrin Plikat

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Großeinsatz: Nach der Explosion in dem Mehrfamilienhaus in der Northeimer Stegerwaldstraße war ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr vor Ort.
Großeinsatz: Nach der Explosion in dem Mehrfamilienhaus in der Northeimer Stegerwaldstraße war ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr vor Ort. © Hubert Jelinek

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus Anfang voriger Woche in der Northeimer Stegerwaldstraße (HNA berichtete), laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren.

Northeim - Wie der Göttinger Oberstaatsanwalt Andreas Buick am Donnerstag auf HNA-Anfrage betonte, hätten die drei Männer, die am frühen Montagabend vermutlich beim Bau einer Bombe die Explosion verursacht hatten und schwer verletzt wurden, das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen können.

Die drei Männer, 56, 44 und 42 Jahre alt, sind laut Buick in der Vergangenheit bereits alle polizeilich in Erscheinung getreten, zwei bislang jedoch ungestraft – einer ist wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes vorbestraft.

Wie der Oberstaatsanwalt weiter gegenüber der HNA berichtete, hätte sich bisher keiner der Männer zu dem Vorfall geäußert, alle machten von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Daher gebe es auch keine Erkenntnisse zu einem Motiv, also dazu, was die Männer mit den Sprengsätzen vorhatten. Bislang seien auch keine Untersuchungshaftbefehle beantragt worden, alle drei befinden sich auf freiem Fuß.

Nach der Explosion in der Wohnung, die nach Auskunft von Buick von einem der Männer angemietet worden war, hatten die Ermittler bei der Durchsuchung unter anderem selbst gebastelte Sprengsätze, eine Kiste mit Schwarzpulver sowie einen Karton mit sogenannten Schießkugelschreibern entdeckt, die dem Waffengesetz unterliegen. Gegen die drei Männer wurden Ermittlungen wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Durch die Explosion in dem Mehrfamilienhaus war die betroffene Wohnung komplett verwüstet worden, einige Nachbarwohnungen stark beschädigt. Laut Buick wurden alle Wohnungen inzwischen wieder von der Polizei freigegeben.   (kat)

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