Hausbewohner sind überwältigt von Spendenbereitschaft

Nach Feuer in Northeim: Viele wollen den Betroffenen helfen

Spielzeug, Kuscheltiere, Kleidung: Tobias Meinshausen von der AWO freut sich über die vielen Spenden, die inzwischen abgegeben wurden. Foto:  Plikat

Northeim. Eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft rollt derzeit durch die Stadt Northeim: Viele wollen für die Betroffenen des Feuers am Mittwoch an der Hindenburgstraße spenden.

Bei dem Brand war ein 68-jähriger Hausbewohner getötet worden. Eine dreiköpfige Familie und eine alleinlebende Frau, die Hausbesitzerin, wurden zunächst obdachlos.

Schon am späten Mittwochabend hatten im sozialen Netzwerk Facebook viele Northeimer dazu aufgerufen, Spenden für die Familie und die Frau zu sammeln. Angeboten wurden daraufhin Spielzeug, Kleidung, Möbel, technische Geräte und vieles mehr.

Oberste Priorität für das betroffene Ehepaar mit ihrer neunjährigen Tochter hatte aber erstmal eine neue Bleibe. Nachdem die Familie zunächst beim Northeimer Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser untergekommen war, konnte die Familie am Donnerstag in eine möblierte Ferienwohnung in Northeim ziehen, hieß es am Freitag aus dem Northeimer Rathaus. Die Hausbesitzerin wohnt derzeit bei ihrer Tochter.

Sie und die Familie aus dem Obergeschoss zeigten sich überwältigt von der riesigen Hilfsbereitschaft in Northeim. An mehreren Sammelstellen in Northeim, darunter beim DRK an der Matthias-Grünewaldstraße und im AWO-Lädchen am Entenmarkt, wurden Kartons mit Kleidung, Spielzeug und anderen Dingen abgegeben, vieles davon hatten die Spender extra gekauft.

Im AWO-Lädchen, berichtet Mitarbeiter Tobias Meinshausen, haben und werden die Betroffenen die Spenden sichten und das, was sie gebrauchen können, mitnehmen. Vor allem über das viele neuwertige Spielzeug und die vielen Kuscheltiere für die neunjährige Tochter hätten sich die Eltern sehr gefreut.

Brandursache unklar 

Zwar konnten die Hausbewohner inzwischen einige persönliche Gegenstände, Kleidung und zum Teil auch Möbel aus ihrem Haus an der Hindenburgstraße holen, doch ob die Gegenstände jemals wieder brauchbar sein werden, ist ungewiss. Überall in den Wohnungen hatte sich der schwarze Qualm, der bei dem Brand am Mittwochabend entstanden war, niedergeschlagen.

Noch immer unklar ist, ob und wann das Haus wieder bewohnbar ist. Auch die Brandursache steht laut Polizei noch nicht fest. Am Freitag hatten Ermittler erstmals nach Spuren gesucht.

Bei dem Brand war ein Schaden von 200.000 Euro entstanden.

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