Urin war nicht Ursache für den Einsatz

Nach Einsatz wegen Gestank: Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

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Spezialisten vor Ort: Auch die Umweltfeuerwehr war Sonntagabend im Einsatz.

Northeim. Was für ein Stoff am Sonntagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr und Rettungsdienste in Northeim gesorgt hat, wird sich zweifelsfrei nicht mehr feststellen lassen.

Das berichtet Kreisbrandmeister Bernd Kühle am Montagnachmittag der HNA.

Das zur Einsatzstelle beorderte Institut aus Göttingen hat die im Hausflur gefundene Flüssigkeit mittlerweile untersucht. Das Ergebnis: Urin mit einem besonders intensiven Eigengeruch.

„Bei den drei Personen haben Reizungen vorgelegen. Die kommen nicht von ungefähr“, sagt Kreisbrandmeister Kühle. So sei klar, dass der Urin nicht Ursache für den Großeinsatz war. Da der reizende Stoff jedoch nur kurze Zeit in der Luft lag und sich schnell verflüchtigt habe, sei eine zweifelsfreie Bestimmung nicht mehr möglich gewesen.

Zwölf Hausbewohner in der Matthias-Grünewald-Straße meldeten den ungewöhnlichen, nach Chemikalien riechenden Geruch am Sonntag und klagten über Atemwegsreizungen. Die Polizei Northeim ermittelt laut Sprecher Uwe Falkenhain in drei Fällen wegen Körperverletzung gegen Unbekannt. Zwei Verletzte konnten am Sonntagabend vor Ort im Rettungswagen behandelt werden, eine Person musste über Nacht ins Northeimer Krankenhaus.

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