Nach NPD-Parteitag: Göttinger Grüne wollen Polizisten anzeigen

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Die Demonstration durch die Stadt, eskortiert von zahlreichen Polizeikräften, verlief ohne Vorkommnisse und völlig friedlich.

Northeim/Göttingen. Der Göttinger Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen und die Grünen-Kreistagsfraktion Göttingen verurteilen das Vorgehen der Polizei in Northeim und Göttingen scharf.

Lino Klevesath vom Kreisvorstand sagt: „In Northeim verhinderte die Polizei, dass die Göttinger Demonstranten sich der DGB-Kundgebung gegen den NPD-Parteitag anschließen konnten. Nachdem bereits in Göttingen kontrolliert worden war, wollten sich die Teilnehmer nicht einer weiteren Kontrolle ihrer Taschen aussetzen. Auch der Körpereinsatz der Polizei bei den Festnahmen war völlig übertrieben.“

Die Repressionen hätten sich auch später im Zug und in Göttingen selbst noch fortgesetzt.

Klevesath: „Hier wurden die Zugankömmlinge eingekesselt und zur Anmeldung einer Demonstration genötigt, um überhaupt den Bahnhofsvorplatz verlassen zu können.“

Diese Einführung einer ‘Demonstrationspflicht’ sei die Spitze der Rechtsbrüche, die die Polizei an diesem Tag begangen habe, so Nicolai Zipfel, Grünen-Kreistagsabgeordneter. Der Grünen-Politiker: „Diese Vorgänge werden ein Nachspiel haben, da wir diese selbstverständlich zur Anzeige bringen werden.“ (kat)

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