Nach Poststreik: Dramatischer Engpass bei Blutkonserven

Northeim. Der Bestand an Blutkonserven für medizinische Zwecke ist in Niedersachsen um 40 Prozent gesunken. Das DRK appelliert daher an alle, zur Blutspende zu gehen.

Die Blutkonserven werden knapp - wieder einmal. Diese Nachricht ist vor allem in den Sommermonaten nicht neu, wenn die Zahl der Spender rückläufig ist und der Bedarf ungebrochen groß ist. Doch diesmal nimmt der Trend dramatische Auswirkungen an, denn bei den vom DRK-Blutspendedienst in Springe angebotenen Terminen werden aktuell bis zu 20 Prozent weniger Spender registriert.

„Ja, die Situation ist dramatisch und ernst“, erläuterte Jürgen Engelhardt vom DRK-Blutspendedienst der Landesverbände Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (NSTOB). „Unsere Bestände sind um 40 Prozent geschrumpft. Das bedeutet ein Minus von 5000 Konserven“, sagt der Abteilungsleiter Blutspendeorganisation.

Allein in Niedersachsen würden täglich 2300 Blutkonserven benötigt. Diese Zahl werde aktuell im Schnitt jedoch um 700 unterschritten.

Während der Bedarf an Blutkonserven laut Engelhardt das ganze Jahr über relativ konstant bleibe, sinke die Zahl der Spender in den Sommermonaten regelmäßig.

„In diesem Jahr ist allerdings der mehrwöchige Poststreik unverhofft und erschwerend hinzu gekommen“, betont Engelhardt. Der Blutspendedienst versende jeden Tag zwischen 13.000 und 15.000 Einladungen an bekannte Spender zu den bevorstehenden Terminen in den Städten und Dörfern. „Die sind diesmal einfach nicht angekommen und viele Spender fern geblieben.“

Und wie kann die Situation aktuell verbessert werden? „Wir können nur an alle appellieren, zu unseren Blutspenden zu kommen, die unter dem Motto Schenke Leben, spende Blut stehen“, lautet Engelhardts Appell. Besonders begehrt sei im Moment Blut der Gruppe Null negativ, weil diese auch für alle anderen Blutgruppen eingesetzt werden könne.

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