Zu wenige Schüler

Nach Schließung der Grundschule Düderode nicht genügend Platz in Echte

Düderode. Die Grundschule Düderode schließt im Sommer nächsten Jahres. Eltern kritisieren, dass noch nicht klar ist, wie alle Grundschüler der Gemeinde in Echte unterrichtet werden sollen.

Groß war das Interesse an der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Gemeinde Kalefeld. Mehrere Dutzend Gäste - überwiegend Eltern - kamen dazu in die Aula der Grundschule Düderode. Hauptthema war die bevorstehende Schließung der Grundschule zum 31. Juli 2017 (HNA berichtete).

„Die Prognosen sind eindeutig und haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht verändert“, sagte Bürgermeister Jens Meyer der HNA. Er könne den Wunsch vieler Eltern, die einen Weiterbetrieb der Grundschule befürworten, sehr gut nachvollziehen. „Die Schließung ist bitter, aber wir können uns vor der Realität leider nicht verschließen.“

Bürgermeister Jens Meyer

Derzeit werden 99 Kinder in der Düderoder Grundschule unterrichtet, ab dem Schuljahr 2016/17 sind es nur noch 87. Eigentlich ist das Gebäude auf rund 250 Kinder ausgelegt. Die Zahl aller Grundschüler in der Gemeinde Kalefeld wird von aktuell 229 in den nächsten sechs Jahren auf 163 Schüler sinken. Ab dem Schuljahr 2017/18 sollen sie deshalb gemeinsam an der Grundschule in Echte unterrichtet werden.

„Der Rat hat 2013 mehrheitlich empfohlen, den Schulbetrieb in Düderode ab Sommer 2017 einzustellen, sofern sich keine anderen Bedürfnisse ergeben“, sagte Meyer. Das sei nicht der Fall. Jetzt müsse die Aufhebung des Schulbetriebs und die entsprechende Satzungsänderung endgültig vom Rat beschlossen werden. Dazu sei es notwendig, alle Betroffenen anzuhören. Für die Eltern findet am Dienstag, 16. Februar, ab 19.30 Uhr ein Informationsabend statt. Der Ortsrat soll bereits am 8. Februar gehört werden.

Die Gemeinde Kalefeld könne das Schulgebäude nicht kaufen und weiterbetreiben, das sei Bestandteil des Entschuldungsvertrags, sagte Meyer: „Damit würde sich die Gemeinde finanziell übernehmen, zumal das Gebäude in schlechtem Zustand ist.“

Auf die Frage, weshalb es derzeit noch einige ungeklärte Fragen zum Schulbetrieb in Echte gibt, sagte er: „Wenn sich die Politik jetzt entscheidet, doch noch einmal für den Schulstandort kämpfen zu wollen, dann wäre die bisherige Planung möglicherweise umsonst gewesen. Deshalb gehen wir die Problemlösung erst an, wenn der Beschluss feststeht.“

Konkret geht es unter anderem um einen fehlenden Klassenraum in Echte (für die vorgesehenen elf Klassen gibt es derzeit nur zehn Klassenräume) und eine nicht vorhandene Mensa für die Mittagsversorgung.

Der Rat der Gemeinde Kalefeld wird voraussichtlich am 10. März über die Schulschließung entscheiden. Abschließend muss dann noch die Schulaufsichtsbehörde ihre Zustimmung geben. 

Lesen Sie dazu auch:  Zukunft des Schulgebäudes in Düderode weiter unklar

Rubriklistenbild: © dpa

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