Nächtliche Suchaktion nach Vermisster in Northeim endet glücklich

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Northeim. Ein glückliches Ende nahm am Donnerstagmorgen eine nächtliche Suchaktion von Polizei, Feuerwehr und mehreren Hilfsorganisationen in der Northeimer Innenstadt.

Eine 84-jährige Frau, die am Mittwoch gegen 23.40 Uhr von ihrem 58-jährigen Lebensgefährten als vermisst gemeldet worden war, saß am Donnerstag gegen 9 Uhr wohlbehalten im Rewe-Markt an der Einbecker Landstraße und trank Kaffee. Ihr Lebensgefährte hatte sie dort entdeckt.

Der 58-Jährige hatte sich am Abend zuvor an die Polizei gewandt, weil die 84-Jährige nicht zu Hause war, als er von der Arbeit kam. Zuvor habe er die Frau, die laut Polizei stark dement ist, noch auf eigene Faust gesucht, doch ohne Erfolg.

Aufgrund der Witterung habe man sich sofort zur Suchaktion entschlossen, so Polizeisprecher Uwe Falkenhain am Donnerstag. Neben mehreren Polizeibeamten, über 20 Northeimer Feuerwehrleuten, Mitgliedern der Northeimer Johanniter und zwei Rettungshundestaffeln aus Hann. Münden und Holzminden war in der Nacht auch ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera im Einsatz, der mehr als zwei Stunden lang über Northeim kreiste. Die Stadtwerke Northeim schalteten die Straßenlaternen ein, um den Helfern die Suche zu erleichtern. Normalerweise sind die Laternen in Teilen der Stadt nachts für einige Stunden abgeschaltet.

Nachdem die Vermisste trotz intensiver Suche verschwunden blieb, brach die Polizei die Suchaktion gegen 5.30 Uhr zunächst ab. Gegen 9 Uhr dann die Entwarnung: Der 58-Jährige hatte seine Lebensgefährtin im Rewe-Markt an der Einbecker Landstraße gefunden.

Laut Polizei habe man aufgrund der Erkrankung der Frau noch nicht klären können, wo die 84-Jährige die Nacht verbracht hat.

Allerdings tritt die Polizei Gerüchten entgegen, wonach die Frau die Nacht angeblich eingeschlossen im Rewe-Markt verbracht habe. Entsprechende Gerüchte waren bei Facebook verbreitet worden.

„In dem Markt gibt es jede Menge Alarmanlagen, die ausgelöst hätten, wenn dort nachts jemand im Markt herumlaufen würde“, so Polizeisprecher Uwe Falkenhain.

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