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Stadtentwicklungsausschuss spricht sich gegen Bauleitverfahren aus

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Die Hanglage und die erforderliche Verkehrsanbindung sprechen nach Meinung des Stadtentwicklungsausschusses gegen ein neues Baugebiet am Sportplatz. Bebaut werden soll nur die braune Fläche in der Bildmitte.
Die Hanglage und die erforderliche Verkehrsanbindung sprechen nach Meinung des Stadtentwicklungsausschusses gegen ein neues Baugebiet am Sportplatz. Bebaut werden soll nur die braune Fläche in der Bildmitte. © Hubert Jelinek

Das Baugebiet am Sportplatz in Langenholtensen soll nicht entwickelt werden. Das habe der Stadtentwicklungsausschuss einstimmig bei zwei Enthaltungen empfohlen, berichtet der Ausschussvorsitzende Gerhard Härtel (SPD).

Langenholtensen – Es soll also keine Einleitung eines Bauleitverfahrens mit Flächennutzungsplanänderung und Aufstellung eines Bebauungsplans geben.

Damit folgte der Ausschuss nicht dem Beschluss des Ortsrats, der sich mehrheitlich für ein Baugebiet östlich und südlich des Sportplatzes ausgesprochen hatte. Ein potenzieller Investor war ebenfalls bereits gefunden.

Der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vorangegangen war ein Ortstermin, um sich ein Bild von der geografischen Lage zu machen. Zudem hätten sich die Gremienmitglieder die Planungen seitens der Stadtverwaltung vor Ort erklären lassen, so Härtel. Dabei hätten sich einige Argumente, die zum Teil auch schon im Ortsrat gegen das Baugebiet vorgebracht wurden, bestätigt.

Dazu zählen laut Härtel unter anderem:

Vor diesem Hintergrund erachtete der Ausschuss die Bauleitplanung nicht für zielführend, so Härtel.

Nun wird laut Stadtsprecherin Saskia Baumgärtner der Verwaltungsausschuss am Montag, 9. Mai, über die Empfehlung des Stadtentwicklungsausschusses und den anderslautenden Beschluss des Ortsrats beraten. (Rosemarie Gerhardy)

Fromme: Es gibt Lösungen gegen mögliches Hochwasser und für den Verkehr

Ortsbürgermeisterin Reta Fromme (CDU) und Investor Rainer Vesting (Göttingen) kämpfen um das geplante Baugebiet am Sportplatz in Langenholtensen. Die Argumente, die den Stadtentwicklungsausschuss des Rates in seiner jüngsten Sitzung zu einer einmütigen Ablehnung des Gebietes gebracht haben (HNA berichtete), weisen sie zurück.

So sei man bereits mit einem Grundstückseigentümer einig, der einverstanden sei, dass auf seiner Fläche ein Rückhaltebecken angelegt würde. Durch den sowieso am Ostrand des geplanten Baugebietes vorgesehenen bepflanzten Wall sei es außerdem gegen Wasser geschützt, das bei Starkregen den angrenzenden Acker hinabfließen könnte.

Vesting und Fromme betonen außerdem, dass mit der Feldmarksgenossenschaft auch schon eine Einigung darüber erzielt worden sei, dass diese den Weg an der Sporthalle vorbei abgebe, der für die Erschließung des Baugebietes benötigt werde.

Um die Belastung des Denkershäuser Weges zu verringern, über den der Verkehr ins neue Baugebiet fließen würde, sei auch eine zweite Verkehrsführung denkbar. So könnte der Abschnitt der Straße Über dem Dorfe zwischen der Grundschule und dem nördlich des Sportplatzes verlaufenden Feldwegs asphaltiert werden, um dort einen Einbahnverkehr in Richtung Friedhof einzurichten.

Auch die bereits in der Ortsratssitzung im Januar angedeutete Möglichkeit, für das neue Baugebiet eine weite Zufahrt vom Denkershäuser Weg zu schaffen, stehe nach den Worten der Ortsbürgermeisterin und des Investors noch im Raum.

Ihre Pläne sehen vor, dass östlich des Sportplatzes mehr als 30 Bauplätze entstehen sollen. Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates soll am Montag, 9. Mai, darüber entscheiden, ob die weiteren Planungsvoraussetzung für das Baugebiet geschaffen werden. Der Flächennutzungsplan müsste geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Spricht sich der Verwaltungsausschuss gegen das Baugebiet aus, so betont Ortsbürgermeisterin Fromme, habe Langenholtensen keine Entwicklungsmöglichkeit mehr. Innerorts und an den Ortsrändern gebe es keine geeigneten beziehungsweise zur Verfügung stehenden Flächen. Lediglich westlich des an der Bundesstraße 248 eröffneten Supermarktes gebe es Flächen, die aber wegen ihrer Nordhanglange unattraktiv und deshalb nicht zu vermarkten seien.

Langenholtensen braucht nach ihren Worten dringend Baugrundstücke. Seit sechs Jahren vertröste sie Interessenten, sagt sie. Ihre Liste von Bauwilligen sei lang. (ows)

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