Vertrag auf zehn Jahre abgeschlossen

Netto zieht ins Northeimer City-Center

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Die Textilkette Miller und Monroe hatte eine Filiale auf der künftigen Ladenfläche des Discounters Netto. 

Northeim – Die Northeimer Innenstadt bekommt wieder einen Supermarkt. Wie der Manager des City-Centers, Martin Turza, mitteilte, wird Discounter Netto in die Einkaufspassage einziehen. 

Voraussichtlich im November werde der Discounter eröffnen, kündigte Turza im Gespräch mit der HNA an. Netto bezieht nach seinen Worten die seit Monaten leer stehende Fläche am Osteingang, die zuletzt von der Bekleidungskette Miller & Monroe belegt war.

 Das Textil-Geschäft war in der vergangenen Vorweihnachtszeit ohne Ankündigung von einem Tag auf den anderen nicht mehr geöffnet worden. Aber erst Monate später wurde die Ladenfläche ausgeräumt. Die Fläche, die Netto mietet, ist nach Angaben des Center-Managers einschließlich Lager und Leergutannahme 1000 Quadratmeter groß.

City-Center-Manager Martin Turza verspreche sich durch die Netto-Ansiedlung eine Belebung der Innenstadt, sagte er im HNA-Gespräch. Der Supermarkt werde voraussichtlich bis 20 Uhr geöffnet sein und damit länger als die übrigen Geschäfte im City-Center, die um 19 Uhr schließen. Netto hat einen langfristigen Mietvertrag über zehn Jahre abgeschlossen, sagte Turza.

Der Ausverkauf des Mini-Marktes stehe im Zusammenhang mit der Netto-Ansiedlung. Zwei Supermärkte im City-Center hätten keinen Sinn. Für die künftige Nutzung der Fläche des Mini-Marktes gibt es nach Turzas Worten noch keine konkreten Pläne.

Noch nicht abgeschlossen sind die Verhandlungen um den Verkauf des City-Centers durch die Coriander Construction Consulting GmbH an die Erwe Immobilien AG. Die Gespräche laufen noch, sagte Erwe-Sprecher Jörg Bretschneider auf Anfrage der HNA. Das börsennotierte Unternehmen hatte Anfang Juni bekannt gegeben, das City-Center kaufen zu wollen. Als Kaufpreis standen damals 30 Millionen Euro im Raum.

Außerdem hatte Erwe angekündigt, weitere zehn Millionen Euro in die Immobilie investieren zu wollen. Die Einkaufspassage solle attraktiver gestaltet werden.

Der Kaufinteressent für das City-Center, die Erwe Immobilien AG, hat Erfahrungen mit der Wiederbelebung ähnlicher Immobilien, beispielsweise der Post-Galerie in Speyer. Dort ist ein Teil der Flächen in ein Hotel umgewidmet worden. Die Königpassage in Lübeck hat Erwe vor einem Jahr übernommen. Dort zieht nun die Verwaltung der Hansestadt mit einem Behördenzentrum ein.

Das Northeimer City-Center Grafenhof ist im Jahr 1973 eröffnet worden. Coriander Construction Consulting (CCC) hatte es im Jahr 2003 gekauft und für 13 Millionen Euro umgebaut und modernisiert. Insgesamt, so hieß es damals, seien einschließlich Kaufpreis 32 Millionen Euro investiert worden.

Zuletzt hatte es jahrelangen Streit zwischen der Stadt und CCC wegen fehlendem Brandschutz in den beiden Wohntürmen gegeben, der erst im Herbst 2017 beigelegt wurde. Das City-Center umfasst laut CCC insgesamt 16 500 Quadratmeter Ladenfläche, 4200 Quadratmeter Wohnfläche sowie 1000 Quadratmeter Bürofläche. 40 Geschäfte und 75 Wohnungen seien dort untergebracht. Das Parkhaus bietet 600 Autos Platz. 

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