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Netzwerk soll im Landkreis Northeim Rehkitze mit Drohnen retten

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Von: Niko Mönkemeyer

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Jäger und Landwirte hinter einem Traktor mit Mähwerk auf einer Wiese
Wollen in Sachenrehkitzrettung per Drohne enger zusammenarbeiten: Vertreter des Landvolks und der Jägerschaften auf einer Wiese bei Kalefeld, wo die Inhalte der neuen Kooperation vorgestellt wurden. © Niko Mönkemeyer

Seit September laufen beim Landvolk und der Jägerschaft die Vorbereitungen für die Zusammenarbeit zum Schutz von Tieren.

Northeim – Mit einem neuen Netzwerk zwischen Landwirten und Jägern soll im Zuständigkeitsbereich des Kreisbauernverbandes Landvolk Northeim-Osterode die Rettung von Rehkitzen mithilfe von modernen, mit Wärmebildkameras ausgestatteten Drohnen besser koordiniert werden. Die Vorbereitungen für diese Zusammenarbeit zum Schutz der Tiere laufen laut Geschäftsführer Manuel Bartens bereits seit September.

Mittlerweile seien mehrere Drohenteams auf der Homepage des Landvolks erfasst und für alle 2500 Mitglieder des Landvolks abrufbar, erklärt Landvolk-Geschäftsführer Manuel Bartens. Bauern, die vor dem Mähen ihrer Wiesen die Unterstützung solcher Teams in Anspruch nehmen möchten, würden dort alle wichtigen Kontaktdaten finden.

„Wichtig ist, dass die Kontaktaufnahme mindestens zwei Tage vorher erfolgt, damit sich unsere Teams darauf einstellen können“, sagt Kreisjägermeister Dietmar Grüning. „Da die Wärmebildkameras aus der Luft nur dann Kitze entdecken können, wenn die Umgebungstemperatur noch erheblich niedriger ist, muss man mit der Suche in den frühen Morgenstunden, spätestens gegen fünf Uhr beginnen.“ Außerdem sei für eine effektive Suche eine Einweisung der Drohnenpiloten in das jeweilige Gelände wichtig, um die Flugrouten der Drohnen programmieren zu können.

„Wir haben inzwischen mit dem Landkreis abgeklärt, dass unsere Teams auch in der Nähe von Schutzgebieten ihre Drohnen einsetzen dürfen, wo das Fliegen normalerweise nicht gestattet ist“, ergänzt Ralf Rahnert, Vorsitzender der Jägerschaft Northeim. Er betont, dass die Jäger hier nur ehrenamtlich die Landwirte unterstützten. „Verantwortlich dafür, dass eine Wiese abgesucht wird, ist der, der auf dem Trecker sitzt“, bringt Rahnert die im Tierschutzgesetz verankerte Regelung auf den Punkt.

„Wir möchten es unseren Mitgliedern mit diesem Netzwerk erleichtern, dieser Pflicht nachkommen zu können“, bestätigt Bartens. Die Inanspruchnahme sei zwar grundsätzlich kostenlos, eine kleine Aufwandsentschädigung seitens der Bauern für die Drohnenteams aber selbstverständlich. (Niko Mönkemeyer)

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