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Netzwerke in der Medizin im Blick

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Von: Kathrin Plikat

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Professor Dr. Axel Richter zu seinen Aufgaben in der Northeimer Helios-Klinik

Northeim – Professor Dr. Axel Richter wird neuer Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Northeimer Helios-Klinik. Der 64-Jährige folgt auf Dr. Jens Kuhlgatz, der das Unternehmen nach 22-jähriger Tätigkeit verlässt. Wir haben uns mit dem neuen Chefarzt über seine Ziele in Northeim unterhalten.

Neue Köpfe bedeuten oft auch Neuerungen. Wie geht es mit der Allgemein- und Viszeralchirurgie in Northeim weiter?

Der Fachbereich wird mit seinem aktuellen Leistungsangebot fortgeführt. Gemeinsam mit der Abteilung für Gastroenterologie unter der Leitung von Dr. Ahmed Negm werden wir außerdem die minimalinvasive operative Behandlung von Darmkrebserkrankungen als Schwerpunkt weiter ausbauen. Den Rahmen hierfür bietet das bereits etablierte gemeinsame Bauch- und Darmzentrum im Haus. Die Patienten werden darin von den Spezialisten beider Fachbereiche versorgt. Perspektivisch könnte dies bald auch auf einer gemeinsamen Bauchstation erfolgen. Weiterhin bleibt die Klinik aktiv eingebunden in die Tumorkonferenz unter der Leitung von Jörg Seraphin.

Welche Impulse wollen Sie in Ihrer Position als stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik in Northeim zukünftig im Bereich der Chirurgie geben?

Mir ist es wichtig, moderne Netzwerke zu bilden und Kooperation in der medizinischen Versorgung zu leben. Die Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim befindet sich dazu bereits in guten Gesprächen mit der Universitätsmedizin Göttingen. Es besteht ein beidseitiges Interesse daran, die Zusammenarbeit in den verschiedenen Fächern noch stärker zu intensivieren und vielleicht im Rahmen eines gemeinsamen medizinischen Konzeptes in eine neue Form zu gießen. Als Lehrkrankenhaus sind wir ohnehin eng mit der UMG verbunden und pflegen die Kooperation bereits in vielen Punkten und Bereichen. Aber natürlich gilt es auch, die gute regionale Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und mit dem Rettungsdienst im Landkreis weiter zu pflegen und sich auch hier auf neue Wege zu wagen. Der medizinische Versorgungsauftrag in der Region muss in vollem Umfang erfüllt werden.

Welche Ihrer bisherigen Aufgaben hat Sie bisher am stärksten geprägt?

Für das Leben am meisten geprägt haben mich sicherlich die zehn Berufsjahre als Oberarzt an der Uni-Klinik Mannheim. Erfüllend war aber auch die Zeit in Hildesheim, wo wir das dortige Klinikum zum onkologischen Zentrum entwickelt haben. Nun freue ich mich sehr auf die neuen Aufgaben in Northeim.

Und wer sind Sie im Privatleben?

Ich bin ein passionierter Läufer und durfte in der Vergangenheit mehrfach in Berlin sowie einmal in New York den Marathon absolvieren. Heute laufe ich immer noch gern. Außerdem bin ich im Vorstand des Koch-Metschnikow-Forums zur Förderung des internationalen medizinisch-wissenschaftlichen Austauschs aktiv. Dieses Ehrenamt liegt mir am Herzen. Und natürlich genieße ich als zweifacher Vater und stolzer Großvater von drei Enkeln den Rückzugsort Familie.

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