3,9 Hektar große Fläche 

Neubaugebiet in Northeim: Etwa 40 Einfamilienhäuser sollen entstehen

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Durchfahrt zum Baugebiet: Damit Baufahrzeuge für das erste von drei geplanten Neubaugebieten in der Northeimer Südstadt (weiße Fläche) direkt erreichen können, soll für die Erschließung eine Baustraße entstehen. Die Stadtverwaltung hat dafür neben der Öffnung des Martinsgrabens (gelbe Markierung) die Befahrung städtischer Feldwege (rote Markierung) und die Öffnung des Hengstbachweges (blaue Markierung) zur Diskussion gestellt.

Northeim. Die geplante Erschließung von insgesamt drei neuen Baugebieten am südlichen Stadtrand von Northeim hat ihre nächste Hürde genommen. 

In seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt einstimmig für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes aus.

Geplant ist, im ersten Bauabschnitt zunächst eine 3,9 Hektar großen Fläche gegenüber dem Lubecusring zu erschließen. Dort sollen nach Auskunft der beiden Northeimer Bauunternehmen Schönhütte und Hunold, die gemeinsam als private Erschließungsträger das Baugebiet entwickeln wollen, etwa 40 Einfamilienhäuser entstehen.

Der Verwaltungsausschuss (VA) hatte sich als zweithöchstes politisches Gremium der Stadt Northeim bereits dafür ausgesprochen, das bislang noch für den Autoverkehr gesperrte Teilstück der Straße Am Martinsgraben dafür auszubauen. Dass die Verwaltung für die Sitzung trotzdem noch zwei weitere Alternativen, nämlich das Befahren städtischer Feldwege und den Ausbau des Hengstbachweges zur Diskussion stellte, sorgte bei den Ausschussmitgliedern für Verwunderung.

Der VA-Beschluss sei ihm sehr wohl bekannt, betonte Bürgermeister Simon Hartmann. Angesichts des großen öffentlichen Interesses und der Tragweite der Entscheidung sei es dennoch sinnvoll, den politschen Gremien im Sinne eines transparenten Verfahrens mehr Informationen zur Verfügung zu stellen.

Da die Unterlagen den Ausschussmitgliedern relativ kurzfristig zur Verfügung gestellt wurden, vertagte der Ausschuss eine Entscheidung in Sachen Baustraße auf die nächste Sitzung. Bei der soll es dann vorab auch eine Ortsbesichtigung in der Northeimer Südstadt geben.

Nach der lebhaften Diskussion, an der sich auch die Zuschauer im Rahmen der Bürgerfragestunde beteiligt haben, ist aber wohl jetzt schon klar, dass es für den Ausbau des unteren Teils des Hengstbachweges keine Mehrheit geben wird.

Ausschussmitglied Helga Jäger (CDU) regte an, stattdessen einen einfachen Ausbau des gesperrten Teils des Martinsgrabens ohne kompletten Ausbau als Alternative mit einzubeziehen und forderte die Verwaltung auf, die Kosten dafür zu beziffern.

Drei Alternativen für die Baustraße:

  • Baustraße Martinsgraben: Die Schaffung einer Baustraße über den derzeit für den Verkehr gesperrten Teil der Straße Am Martinsgraben würde laut Verwaltung 230 000 Euro kosten, da die Straße in diesem Fall gleich so ausgebaut würde, dass sie später dann auch als Zufahrtsstraße für die geplanten Neubaugebiete genutzt werden kann. Der Ausbau müsste allerdings öffentlich ausgeschrieben werden, da er nicht in direktem Zusammenhang mit dem ersten Bauabschnitt stehe. Außerdem sei noch die Finanzierung zu klären, da die im Haushalt 2018 derzeit nicht vorgesehen sei.
  • Befahrung von Feldwegen: Sollte der Baustellenverkehr über städtische Feldwege geleitet werden, würde das laut Verwaltung nur 25 000 Euro kosten. Grund für die geringeren Kosten sei, dass die Feldwege bereits für höhere Belastungen durch landwirtschaftliche Maschinen ausgelegt seien. Für die Befahrbarkeit der Wege mit Baufahrzeugen seien lediglich Teilverrohrungen von Gräben an Kreuzungsbereichen und der Bau einer später wieder rückbaubaren Ausweichstelle nötig. 
  • Ausbau Hengstbachweg: Etwa 100.000 Euro würde es kosten, den mit Schotter befestigten Teil des Hengstbachweges zwischen der Thomas-Mann-Schule und der BBS-Sporthalle auszubauen und so eine Verbindung zwischen Sudheimer Straße und dem Kurvenbereich Hengstbachweg/Fontaneweg zu schaffen. Das Baugebiet könnte dann über die Freiherr-vom-Stein-Straße angefahren werden. 

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