Offizielle Übergabe auf dem Münsterplatz

Neue Drehleiter für Northeimer Feuerwehr: Musik, Rauch und ein peinlicher Moment

Ein W zu viel: Auf dem Schlüssel, den Bürgermeister Tannhäuser überreichte, hatte sich leider ein Buchstabe eingeschlichen, der dort nicht hin gehörte.

Northeim. Am Samstagvormittag wurde in der Innenstadt die neue Drehleiter an die Northeimer Wehr übergeben. 

Sie hat zwar schon einige Einsätze absolviert, trotzdem wurde sie erst am Samstag offiziell übergeben: Die neue, 500 000 Euro teure Feuerwehr-Drehleiter, die die Stadt Northeim gekauft und nun an die Freiwillige Feuerwehr Northeim weitergegeben hat.

Mehrere hundert Zuschauer verfolgten auf dem Münsterplatz die Übergabe, die eine echte Inszenierung war: Verhüllt mit einem riesigen weißen Tuch stand das neue, hochmoderne Fahrzeug vor der Stadtfest-Bühne. Nach den vielen Reden der Offiziellen stieg plötzlich dicker Rauch auf – natürlich künstlich erzeugt – und ohrenbetäubende Rockmusik ertönte. Dann war es so weit: Die Verhüllung wurde mithilfe einer weiteren Drehleiter aus luftiger Höhe angehoben und gewährte den Zuschauern einen Blick auf das neue Gerät.

Und das soll in Zukunft möglichst selten zum Einsatz kommen. Diese Hoffnung äußerten alle Redner, darunter Stadtbrandmeister Günter Brüning, Kreisbrandmeister Bernd Kühle und Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser.

Die Zeit von der Idee bis zur Abholung der neuen Drehleiter ließ Ortsbrandmeister Jens Pinneke Revue passieren: „Wir haben an vielen Abenden und in vielen Nächten unsere Hausaufgaben gemacht. Das war nicht immer einfach, hat schlussendlich aber doch zu einem guten Ergebnis geführt.“ Erst vorige Woche habe mit der neuen Leiter ein Patient aus einer Dachgaube gerettet werden können: „Das wäre mit der alten Drehleiter nicht möglich gewesen.“ Pinneke dankte Rat und Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und sagte: „Die Bürger dürfen sich jetzt noch ein bisschen sicherer fühlen.“

Fauxpas

Ganz zu Beginn der Enthüllungsaktion sorgte ein peinlicher Fauxpas nicht nur für Gelächter, sondern auch für Fremdschäm-Momente: Auf dem riesigen, symbolischen Schlüssel, den Bürgermeister Tannhäuser zunächst stolz in die Höhe reckte und dann an die Feuerwehr übergab, stand in großen Buchstaben „FEUWERWEHR“ – ein Fehler, den nicht alle Beteiligten besonders lustig fanden. Eine Zuschauerin sagte: „Die Feuerwehr sollte das mit Humor nehmen. Ihre Arbeit ist schon ernst genug.“

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