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Neue Kita kostet mehr als 6 Millionen

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Von: Niko Mönkemeyer

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Blick von oben: In dem markierten Bereich soll die neue Kindertagesstätte an der Verlängerung der Sudheimer Straße in Northeim entstehen. ARCHI
Blick von oben: In dem markierten Bereich soll die neue Kindertagesstätte an der Verlängerung der Sudheimer Straße in Northeim entstehen. ARCHI © HUBERT JELINEK

„Für die großen Bauprojekte kommen jetzt die Wochen der Wahrheit“ – mit diesen Worten kommentierte Northeims Bürgermeister Simon Hartmann in der jüngsten Sitzung die aktuelle Situation hinsichtlich der geplanten neuen Kindertagesstätte „Am Martinsgraben“.

Northeim – Wie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Städtepartnerschaften bekannt wurde, wird die Kita mit geschätzten Baukosten von 6,5 Millionen Euro nicht nur teurer als ursprünglich erwartet.

Laut Verwaltungsvorlage ist auch die eigentlich vorgesehene Fertigstellung zum 30. Juni nächsten Jahres „nahezu ausgeschlossen“. Derzeit geht man davon aus, dass der Betrieb erst nach dem Beginn des Kindergartenjahres 2023/2024 aufgenommen werden kann.

Hintergrund für die Verteuerung und Verzögerung ist die aktuelle Entwicklung im Bausektor. Vor zwei Jahren habe man beim Bau von Kindertagesstätten noch mit Baukosten von 600 000 Euro pro Gruppe kalkuliert, erklärte Heike Bröll vom Architekturbüro Bröll & Dienberg. Inzwischen müsse man pro Gruppe aber mit einer Million Euro rechnen – zuzüglich des Außengeländes.

Vorgesehen ist, das Gebäude in Holzrahmenbauweise zu errichten. In der jetzt vom Ausschuss empfohlenen Entwurfsplanung soll der Kindergarten in einem zweistöckigen, mit Fahrstuhl ausgestatteten Bereich untergebracht werden. Im rechten Winkel dazu ist ein weiterer einstöckiger Gebäudeteil für die Krippe vorgesehen, der mit einem begehbaren Flachdach ausgestattet werden soll. Der Entwurf sieht vor, dass von dort aus eine lange flache, mit Bobbycars oder Rollstühlen befahrbare Rampe hinunter ins Außengelände führt.

Das gesamte, 428 Quadratmeter große Flachdach des zweistöckigen Hauptgebäudes soll mit Solaranlagen versehen werden. Da eine Fläche dieser Größenordnung nicht nur zum Eigenverbrauch genutzt werden kann, ist eine Kooperation mit den Stadtwerken geplant, die die Anlage betreiben soll. Der Ausschuss sprach sich einstimmig bei drei Enthaltungen dafür aus, dass der Rat die entsprechenden Mittel im Rahmen des nächsten Haushaltsplanverfahrens zur Verfügung stellt. Derzeit sind 3,6 Millionen Euro eingeplant. (Niko Mönkemeyer)

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