Nach Kritik an bisherigen Plänen soll es einen neuen Standort geben

Northeimer Obdachlosenunterkunft soll am Eschenschlag entstehen

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Neuer Standort: Auf dieser Rasenfläche (im Hintergrund das Amtsgericht) soll die Unterkunft entstehen.  

Northeim. Das Gelände der Friedhofsverwaltung Am Lohgraben ist als Standort für die provisorische Obdachlosenunterkunft der Stadt Northeim vom Tisch.

Als neuer Standort ist von der Stadtverwaltung nun ein stadteigenes Gelände am Eschenschlag auserkoren worden. Das hat die Verwaltung auf Anfrage der HNA mitgeteilt.

Aus der Politik und der Bevölkerung hatte es Kritik am geplanten Standort am Stadtrand gegeben. Als Alternative war der Mühlenanger ins Gespräch gebracht worden.

Auswahlkriterium Infratstruktur

Es seien mehrere mögliche Standorte in Augenschein genommen worden, erklärte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser. Die Wahl sei wegen der Lage auf die Rasenfläche am Eschenschlag gefallen. Sie biete eine gute Infrastruktur. Die Bewohner hätten dort kurze Wege zu Geschäften. Durch die Nähe zum Bahnhof und zum Busbahnhof an der Gardekürassierstraße sei auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sehr gut.

Das vollkommen frei liegende Grundstück soll nach den Worten von Tannhäuser eingefriedet werden, damit die Menschen dort geschützt seien und sich wohlfühlen.

Eröffnung am 1. Mai

Das aus Wohncontainern bestehende Provisorium soll am 1. Mai bezugsfertig sein. Das ebenfalls aus Containern geplante Übergangsheim Am Lohgraben sollte bereits am 1. April in Betrieb gehen.

Auch für die Unterbringung von Möbelstücken zeichnet sich laut Verwaltung eine Lösung ab. Dazu liefern noch Gespräche mit dem Landkreis und dem von der Stadt beauftragtenSozialdienst. Auch was die Unterbringung von Tieren der Obdachlosen angeht, werde an einer Lösung gearbeitet, betont die Verwaltung. Sie sollten zunächst ins Tierheim.

Bisherige Unterkunft an der Mauerstraße schließt

In zwei Jahren soll eine neue dauerhafte Obdachlosenunterkunft fertig sein. Das bisherige, angemietete Quartier an der Mauerstraße gibt die Stadt auf. Hauptgrund sind Brandschutzmängel. Auch ist das als Mehrfamilienhaus mit großen Wohnungen ausgestattete Gebäude für die Unterbringung von Einzelpersonen nicht ideal.

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