16 Wettbewerbsteilnehmer sind per Losentscheid ermittelt worden

Neue Schuhwallhalle: 25 Architekten dürfen planen

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Auf der Fläche, wo einst das Gebäude der Gutenberg-Realschule gestanden hat, soll der Hallenneubau entstehen. Rechts oben im Bild ist die alte Schuhwallhalle zu erkennen, daneben das Hallenbad.

Northeim. 161 Architekturbüros aus Deutschland und dem europäischen Ausland haben sich beworben, die Planung für den Neubau der Schuhwallhalle zu übernehmen.

16 von ihnen sind am Mittwochvormittag ausgelost worden, an dem Planungswettbewerb teilzunehmen. Außerdem wurden noch fünf Nachrücker per Losentscheid ermittelt, um Ersatz zu haben, falls eins der ausgelosten Büros die Teilnahme doch noch absagt. Weitere neun Büros waren vonseiten der Stadt für den Wettbewerb bereits vorher gesetzt.

Interesse hatten neben Architekten aus ganz Deutschland auch drei Planer aus Spanien, und je einer aus England, Italien, Österreich und Polen. Zusammen mit den 154 Bewerbern aus Deutschland fanden sie sich als Nummern in einer Lostrommel wieder.

Gezogen wurden neben einem Büro aus Wien auch drei Teilnehmer aus Berlin, je zwei aus Bielefeld und Dortmund sowie je einer aus Ulm, Aachen, Stuttgart, Augsburg, Düsseldorf, Biberach und Köln. Als Nachrücker wurden Büros aus Köln, Stade, Berlin, Salzkotten und Dransfeld ermittelt. Die Ziehungen nahmen Bürgermeister Simon Hartmann, sein Vertreter Jörg Dodenhöft sowie die Ratsmitglieder Else Heidelberg (CDU), Marek Meyer (SPD), Heiner Hegeler (CDU) und Raimund Köhler (FUL) vor.

Die ausgelosten Teilnehmer werden nach den Worten von Ulrike Wesche vom Stadtplanungsbüro Drees & Huesmann (Bielefeld), das den Wettbewerb für die Stadt managt, nun angeschrieben. Sie sollen ihre Teilnahme bestätigen.

Anschließend bekommen sie die detaillierte Wettbewerbsaufgabe. Bei einem gemeinsamen Kolloquium mit allen Teilnehmern können am 25. Juni noch offene Fragen geklärt werden. Anschließend haben die Büros bis zum 17. September Zeit ihre Planungen zu erstellen.  

Das Preisgericht für den Schuhwallhallen-Neubau soll am 22. Oktober tagen und die Sieger küren. Die Bekanntgabe der Sieger ist für den 28. Oktober geplant. Dann sollen alle Wettbewerbsbeiträge in einer Ausstellung präsentiert werden. Der Wettbewerb ist mit 90 000 Euro dotiert. Dem Sieger winken 26 000 Euro, dem Zweitplatzierten 22 000 Euro, dem Drittplatzierten 18 000 Euro und dem Vierten 12 000 Euro. Außerdem soll es Anerkennungen geben, die mit 6000 Euro dotiert sind. Die Aufgabe umfasst die Planung der neuen Schuhwallhalle, die dem Schulsport, aber auch den Sportvereinen zur Verfügung stehen soll, insbesondere den Drittliga-Handballern des NHC. Deshalb soll sie laut der Wettbewerbsunterlagen eine Tribüne mit 800 Plätzen erhalten, die für den Fall eines Aufstiegs des NHC in die 2. Handball-Bundesliga auf 1000 Plätze erweiterbar sein soll. Die reinen Baukosten für die Halle sollen acht Millionen Euro nicht übersteigen. Nicht in diesem Kostenrahmen enthalten, aber ebenfalls geplant werden sollen auch das Außengelände, eine Skateranlage, ein Bolzplatz sowie Parkflächen.

 Nach der Jury-Entscheidung sieht der weitere Zeitplan vor, dass der Rat in seiner Dezembersitzung zusammen mit dem städtischen Haushalt 2020 den Beschluss zur Umsetzung des Neubauplans fasst. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein. Vorher muss noch der Bebauungsplan (B-Plan) für das ehemalige Realschul-Gelände am Schuhwall, auf dem die neue Halle errichtet werden soll, beschlossen werden. Der Zeitplan sieht vor, dass der Rat den B-Plan im Februar beschließt. Vorher müssen für das sogenannte Bauleitverfahren, das dem Bebauungsplanbeschluss vorausgeht, die notwendigen Gutachten zu Lärm, Verkehrsbelastung und Artenschutz für das geplante Baugrundstück beziehungsweise das Umfeld vorliegen. Sie sind zu Beginn des Frühjahrs in Auftrag gegeben worden.

Neun Architekturbüros sind gesetzt

Folgende Büros sind bei der Teilnahme am Planungswettbewerb gesetzt: 

- Albrecht + Weisser Architekten (Northeim), 

-  Architekten Brune + Brune PartGmbB (Göttingen), 

- Architektengruppe Zingel GbR (Hildesheim), 

- Architektur- & Ingenieurbüro Mocha (Nörten-Hardenberg), 

- BKS Architekten (Lübbecke), 

- Eling Architekten (Lippstadt), 

- Göttinger Architekten Werkstatt (Göttingen),

- Hartig / Meyer / Wöpner Architekten (Münster), 

- Planungsgruppe Lange Architektur Consulting GmbH (Northeim).

Das Preisgericht

Das Preisgericht besteht aus: 

- Christian Decker (Architekt aus Lemgo, 

- Thomas Dienberg (Göttinger Stadtbaurat), 

- Rebekka Junge (Landschaftsarchitektin aus Bochum), 

- Jochen König (Architekt aus Aachen), 

- Maria Pfitzner (Architektin aus Hannover),

-  Holger Rübsamen (Architekt aus Bochum),

- Simon Hartmann (Northeimer Bürgermeister), 

- Astrid Klinkert-Kittel (Northeimetr Landrätin),

- Wolfgang Haendel (SPD-Ratsmitglied), 

- Malte Schober (CDU-Ratsmitglied), 

- Armin Töpperwien (FUL-Ratsmitglied)

 Außerdem gehören Vertreter der Oberschule Northeim, mehrerer Sportvereine, des Seniorenrats, des Jugendbeirats, des Beirats für Menschen mit Behinderungen und des Migrationsrats der Jury ohne Stimmrecht beratend an.

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