Finanzierung schwierig

Neue Schuhwallhalle in Northeim: Hartmann will abgespecktes Konzept

Ist in die Jahre gekommen: Die Schuhwallhalle in Northeim.
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Ist in die Jahre gekommen: Die Schuhwallhalle in Northeim.

Northeim. Die Stadt Northeim verfolgt nach wie vor das Ziel, die alte, sanierungsbedürftige Schuhwallhalle durch einen Neubau zu ersetzen.

Das hat Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) auf HNA-Anfrage bekräftigt. Gerüchte, wonach das Konzept für einen Neubau aus Kostengründen bereits komplett vom Tisch sei und nur noch über die Sanierung der alten Halle nachgedacht werde, wies der neue Northeimer Verwaltungs-Chef zurück.

Fakt sei allerdings, dass es für den mehr als elf Millionen Euro teuren Neubau einer Dreifeldhalle mit Tribüne für 750 Zuschauer und einem zusätzlichen Raum, der auch als VIP-Bereich genutzt werden kann, derzeit keine realistische Finanzierungsmöglichkeiten gebe.

Wunsch: Drittligataugliche Halle für den Handball

Die erheblichen Mängel der alten Halle seien nicht „wegzudiskutieren“, sagt Hartmann. Insofern sei die Bereitschaft des Landkreises zu begrüßen, drei Millionen Euro für den Bau einer Zweifeldhalle zur Verfügung zu stellen, die für den Schulsport genutzt werden könne.

Nun sei zu prüfen, was über diesen Standard hinaus möglich sei, um dem verständlichen Wunsch nach einer drittligatauglichen Halle für den Handball doch noch entsprechen zu können, so Hartmann. „Das heißt, wir müssen jetzt ganz genau schauen, ob sich das Kostenvolumen für eine Dreifeldhalle durch Abstriche vom ursprünglichen Konzept irgendwie reduzieren lässt.“ Anschließend sei die Frage zu klären, „wer diese Investition stemmen kann.“

Die derzeit noch ausstehende Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für den Drittliga-Heimspielbetrieb des Northeimer Handballclubs in der Schuhwallhalle könnte möglicherweise von bereits existierenden Plänen für den Bau einer größeren Northeimer Halle abhängig sein, meint Hartmann. Dennoch dürfe man in dieser Frage jetzt keine übereilte Entscheidungen treffen.

Wäre auch ein Umbau statt Neubau möglich? 

Nicht ausschließen möchte Hartmann, dass sich nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente am Ende doch die Ertüchtigung der bestehenden Schuhwallhalle als „zielführender“ erweisen könnte. FDP-Ratsherr Eckhard Ilsemann hat hierzu bereits seine Bereitschaft erklärt, zusammen mit dem Leiter des Fachbereichs Gebäude- und Grundstückswirtschaft der Stadt Northeim, Wolfgang Sendler, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. 

Ilsemann hält es für machbar, die alte Halle so umzubauen, dass sie künftig sowohl für den Schulsport als auch für den Spielbetrieb der Drittliga-Mannschaft des NHC geeignet wäre – einschließlich großer Tribüne und VIP-Bereich. „Wie ich aber gehört habe, soll Herr Hartmann diesen Ansatz auf Eis gelegt haben, und das verstehe ich nicht“, sagt Ilsemann. 

Hartmann erklärt dazu, dass er sich derzeit noch in der Einarbeitungsphase befinde und dabei sei, sich einen Überblick über die verschiedenen Vorgänge zu verschaffen. Der Bau der Halle sei eines der ersten wichtigen Projekte für das er in seiner Amtszeit Verantwortung tragen werde. Insofern bitte er um Verständnis, dass er zunächst einmal selbst mit seinem Fachbereichsleiter ausführlich über das Thema sprechen möchte.

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