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Sirenen der neuen Generation kommen - 30 Stück allein für Northeim

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Von: Jürgen Dumnitz, Axel Gödecke

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Elektronische Sirenen, wie hier eine Anlage auf dem Dach eines Feuerwehrhauses im sächsischen Schkeuditz, sollen in zahlreichen Kommunen im Kreis Northeim die alten Sirenen ersetzen oder ergänzen.
Elektronische Sirenen, wie hier eine Anlage auf dem Dach eines Feuerwehrhauses im sächsischen Schkeuditz, sollen in zahlreichen Kommunen im Kreis Northeim die alten Sirenen ersetzen oder ergänzen. © Jan Woitas/dpa

Northeim rüstet auf, was die Ausstattung mit modernen Sirenen zur Warnung der Bevölkerung vor Katastrophen betrifft.

Northeim/Uslar - 30 neue Sirenen werden gekauft und installiert, 29 ersetzen bestehende alte Sirenen, eine in der Northeimer Südstadt am Martinsgraben wird ganz neu.

Der Verwaltungsausschuss hat jetzt grünes Licht für die Auftragserteilung zur Umrüstung, Errichtung und Inbetriebnahme von 20 elektronischen Hochleistungssirenen gegeben. Kostenpunkt: insgesamt 237 000 Euro.

Northeim erhält dafür 234 000 Euro an finanzieller Unterstützung vom Bund, muss also selbst kaum etwas bezahlen. Sollte die Errichtung der Anlagen die kalkulierten Kosten pro Anlage überschreiten, und das ist zumindest bei der neuen Anlage am Martinsgraben der Fall, dann muss die Stadt diese Kosten selber tragen. Insgesamt zahle die Stadt für die neuen Hochleistungssirenen aus dem Förderprogramm fast 17 000 Euro dazu. Das teilte die Verwaltung mit.

Im Förderprogramm geht es um 7 Sirenen in der Kernstadt, 3 in Langenholtensen, je 2 in Edesheim, Höckelheim und Hohnstedt sowie je eine in Hammenstedt, Hollenstedt, Hillerse und Stöckheim

Voraussetzung für die Bewilligung des Zuschusses war, dass die Stadt sämtliche Sirenenstandorte bewertet hatte. Dabei waren insbesondere Aspekte wie Warnung im Bereich von Störfallbetrieben – das sind Betriebe in denen viele gefährliche Stoffe verarbeitet werden – oder auch in besonders durch Hochwasser gefährdeten Gebieten zu berücksichtigen.

Zusätzlich ersetzt die Stadt für 120 000 Euro auch zehn Sirenen ohne Förderung, und zwar je 2 in Bühle, Imbshausen und Sudheim sowie je eine in Berwartshausen, Denkershausen, Schnedinghausen und Lagershausen.

Zwei Sirenen für Uslar

Die Stadt Uslar verfügt über eine gute Sirenen-Infrastruktur in der Kernstadt und den 18 Dörfern und hat über das Landesförderprogramm zwei Sirenen neuester Lautsprecher-Bauart beantragt. Inzwischen liegt eine Förderzusage über 28 200 Euro vor, jetzt soll die Ausschreibung vorbereitet werden.

Laut Stadtbrandmeister Nils Utermöhle soll die alte Sirene auf dem Dach der Grundschule in Schoningen erneuert und eine neue Sirene an einem Mast im Wohngebiet östlich der Landstraße (Fasanenweg) in Schoningen installiert werden. So soll die Wahrnehmbarkeit der Sirenensignale deutlich verbessert werden.

Die Standorte in Northeim

In Northeim werden folgende Sirenen laut Stadtverwaltung durch neue ersetzt:
In der Kernstadt Northeim: Am Münster 30, Continental AG, Dörtalsweg 4, Göttinger Straße 31, Heinrich-Schütz-Straße 18 und Schaupenstiel 20;

in Berwartshausen: Dorfstraße;
in Bühle: Auf dem Kirchberge und Wöhranger 2 (Feuerwehr);
in Denkershausen: Bgm.-August-Otte-Straße 9;
in Edesheim: Am Thie 1, Friedhof/Koppelweg und Pfarrweg 1;
in Hammenstedt: Pfarrweg 1 (Feuerwehrhaus);
in Hillerse; Schmiedestr. 2;
in Höckelheim: Mühlenbreite 11 und An der Schule 12 (Grundschule);
in Hohnstedt: Hannoversche Straße 3 (Feuerwehr) und Alte Straße 5;
in Hollenstedt: Victoria-Luisen-Straße 8 (DGH);
in Imbshausen: Hintere Dorfstraße 10 (Feuerwehr) und Weg zum Sportplatz;
in Lagershausen: Auf dem Plan 2 (Kindergartengebäude);
in Langenholtensen: Brunsteiner Straße 62, Brunsteiner Straße 3 und Dünenangerstraße 16;
in Stöckheim: Triftstraße 8 (Dorfgemeinschaftshaus);
in Sudheim: Lange Straße 1 und Lange Straße 41 (Feuerwehrhaus);
in Schnedinghausen: im Ortsbereich.

Im Bereich am Martinsgraben in der Northeimer Südstadt, wo ein neues Baugebiet mit Kindertagesstätte entstehen, soll ein neuer Sirenenstandort entstehen. Die elektronische Sirenenanlage soll einen eigenen Mast bekommen.

Förderprogramm von Land und Bund

Für die Erneuerung der Sirenen in Niedersachsen gab es vom Bund acht Millionen Euro. Niedersachsen hat das Programm mit 10 Millionen Euro für 2023/24 aufgestockt. Nach der Richtlinie gibt es Festbeträge, und zwar für vorrangig elektronische Sirenen mit Akkupufferung auf Dächern 10 850 Euro und für Sirenen mit Mast 17 350 Euro. Im Kreis Northeim haben viele Gemeinden Förderanträge über den Landkreis ans Land gestellt, doch nicht alle wurden bewilligt.  (Axel Gödecke /Jürgen Dumnitz)

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