Landkreis Northeim: Neue Software für Rettungswagen im Test

Moderne Technik jetzt schon an Bord: Leitender Notarzt Dr. Bodo Lenkewitz und Patrick Geich, stellvertretender Wachenleiter der DRK-Rettungswache, mit einem Gerät, das von unterwegs unter anderem EKG-Daten an die Helios-Klinik in Northeim überträgt. Foto: Mönkemeyer

Northeim. Um die Zeiten zwischen Erstversorgung und dem Beginn der Behandlung in der Klinik weiter verkürzen zu können, läuft in Niedersachsen ein Versuch, bei dem eine neue Software getestet wird.

Mit der sollen die Besatzungen von Rettungswagen schneller Informationen darüber erhalten, in welchen Kliniken Patienten sofort versorgt werden können. Derzeit wird das Verfahren im Raum Osnabrück getestet, weitere Tests sind anschließend in der Region Hannover geplant.

Im Landkreis Northeim werden diese Tests mit großem Interesse verfolgt. „Derzeit erfolgt die Absprache zwischen den Rettungswagen und den Kliniken noch per Funk, und das klappt gut“, erklärt Dr. Bodo Lenkewitz, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Northeim. „Wenn aber demnächst der analoge Funk abgeschaltet wird, werden wir diese Möglichkeit nicht mehr haben.“

Lenkewitz kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Krankenhäuser keinen Zugang zum Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bekommen sollen. Insofern sei es sinnvoll, die neue Software, die bereits in Hessen unter dem Namen Ivena eingesetzt werde, auch in den Krankenhäusern im Landkreis Northeim einzuführen. Auf bewährte Verfahren der Datenübermittlung werde man dann aber keinesfalls verzichten, betont Lenkewitz und verweist darauf, dass EKG-Daten von Herzpatienten auch jetzt schon per Mail von den Rettungswagen zum Beispiel an die Helios-Klinik in Northeim übertragen werden können.

„Diese sind dann von jedem Rechner im Haus abrufbar und werden außerdem automatisch an die Mobiltelefone der Fachärzte weitergeleitet, sodass in der Klinik die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden können, noch ehe der Patient hier in der Klinik ankommt.“

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