Sanierung der Sanitärräume, des Sitzungssaals und Verbesserung des Brandschutzes

Das Kreishaus in Northeim wird saniert

Das Northeimer Kreishaus: Seit 1975 ist dort die Kreisverwaltung untergebracht. Nun ist es sanierungsbedürftig. Archivfoto: Olaf WEiss
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Das Northeimer Kreishaus: Seit 1975 ist dort die Kreisverwaltung untergebracht. Nun ist es sanierungsbedürftig. Archivfoto: Olaf WEiss

Im Kreishaus beginnen im November Sanierungsarbeiten. Instandgesetzt werden sollen die WC-Anlagen in dem Gebäudekomplex.

Northeim - Das teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage der HNA mit. Auch eine Verbesserung des Brandschutzes sei vorgesehen.

Zusammen mit der ebenfalls geplanten Sanierung des Kreistagssitzungssaals sollen die Arbeiten 5,6 Millionen Euro kosten. Die Bauzeit ist mit dreieinhalb Jahre veranschlagt. „Eine Verkürzung der Bauzeit ist nicht möglich, da die Arbeiten nur etagenweise erfolgen können“, hieß es zur Begründung.

Die Arbeiten sollen im November im Anbau des Kreishauses beginnen. Im Hauptgebäude ist der Beginn der Arbeiten für das Frühjahr kommenden Jahres geplant. Dort könne, so teilte die Kreisverwaltung mit, erst begonnen werden, wenn die Heizungsanlage außer Betrieb sei. Zunächst solle nämlich dort der Schacht saniert werden, in dem die Ver- und Entsorgungsleitungen des Gebäudes verlaufen.

In den Sanitärbereichen sollen die Wände erneuert werden. Wegen wiederkehrender Undichtigkeiten und Verstopfungen werden laut Kreisverwaltung außerdem die WC-Anlagen vollständig erneuert. Neben dem Einbau von Brand- beziehungsweise Rauchschutztüren in den Fluren, müssen auch sogenannte Brandlasten beseitigt oder abgeschottet werden. Als Brandlasten bezeichnet man die brennbaren Stoffe, die in einem Gebäude verbaut und untergebracht sind.

Probleme bereitet laut Kreisverwaltung noch die ebenfalls geplante Sanierung des Sitzungssaals. Er soll künftig barrierefrei erreichbar sein. Um das zu erreichen, müssten noch ein paar statische Herausforderungen bewältigt werden.

Der Sitzungssaal musste wegen eines Wasserschadens und des Totalausfalls der Klima- und Lüftungsanlage im Sommer 2019 gesperrt werden. Der Kreistag kommt seitdem an unterschiedlichen Orten zusammen, darunter in der Northeimer Stadthalle. Die Ausführungsplanungen sind nach Mitteilung weitgehend abgeschlossen. Wegen der Corona-Pandemie arbeiteten Teile der Belegschaft nach wie vor im Homeoffice. Auf dieser Basis sein ein Raumkonzept für das Kreisverwaltungsgebäude entwickelt und die Sanierungsplanungen erstellt worden. Nach Abschluss dieser Sanierungsarbeiten, die bis zum Frühjahr 2025 dauern sollen, steht noch ein weiterer Brocken aus: die Fassaden- und Fenstersanierung des Kreishauses. Sie war vor zwei Jahren auf Kosten von 15 Millionen Euro geschätzt worden.

Für die Sanierung der übrigen Landkreis-Gebäude in Northeim, nämlich

-   die Kreisbildstelle, Medenheimer Straße 15/17,

-   den Fachbereich Gesundheitsdienst, Wolfshof 10,

-   den Fachbereich Straßenverkehr, Von-Menzel-Straße 7 und

-   das Multifunktionsgebäude, Wallstraße 40,

waren damals weitere 4,6 Millionen Euro veranschlagt worden. (Olaf Weiss)

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