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Neuer Ratgeber von Luitgardis Parasie und Dr. Jost Wetter-Parasie aus Northeim zum Thema „Mutig Grenzen setzen“

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Von: Niko Mönkemeyer

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Luigardis Parasie und Dr. Jost Wetter-Parasie mit ihrem neuen Buch
Mit ihrem neuen Buch möchten Luitgardis Parasie und Dr. Jost Wetter-Parasie Menschen dazu ermutigen, Grenzen zu setzen. © Niko Mönkemeyer

„Diese Frau passt nicht zu dir“ – so lautet der Titel der ersten Geschichte des neuen Buches.

Northeim – Hätte Dr. Jost Wetter-Parasie, als junger Student Mitte der 1970er-Jahre auf dieses Urteil seiner Eltern gehört und ihnen keine Grenze gesetzt, wäre alles ganz anders gekommen: Er wäre heute nicht mit Luitgardis Parasie verheiratet, hätte mit ihr zusammen keine drei erwachsenen Kinder – und er hätte jetzt auch nicht mit ihr zusammen einen Ratgeber mit dem Titel „Mutig Grenzen setzen“ geschrieben.

„Die Idee, zu diesem Thema gemeinsam ein Buch zu schreiben, hatten wir schon seit 2017“, sagt Lutigardis Parasie, die von 1981 bis 1993 in Sudershausen und von 2000 bis 2020 in Langenholtensen Pastorin war.

Ausschlaggebend dafür, die Buchidee zu verwirklichen, sei eine Begegnung während ihrer Tätigkeit als Urlaubsseelsorgerin auf Langeoog gewesen, verrät Parasie, die zwischen ihren beiden Pfarrstellen als Berufsschulpastorin tätig war und eine zusätzliche Ausbildung in systemischer Familientherapie gemacht hat. „Ich wurde dort von einer Frau um Rat gefragt, deren Sohn Drogenprobleme hatte. Und ich habe sie davon überzeugen können, dass sie mutig eine Grenze setzen und endlich die Nabelschnur durchtrennen muss, damit ihr Sohn anfängt, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.“

Diese und noch viele anderer wahre Geschichten aus dem privaten und beruflichen Leben des Ehepaars – Dr. Jost Wetter-Parasie hat evangelische Theologie und Medizin studiert und betreibt in Northeim eine Praxis für Allgemeinmedizin und Psychotherapie – stehen im Mittelpunkt des neuen Buches.

„Weil aus Sicht der Verlage in Ratgeberbüchern heute die Inhalte über persönliche Erfahrungen vermittelt werden müssen, um das Publikum zu erreichen“, erklärt Parasie. „Und dass mein Mann unsere eigene Liebesgeschichte dazu aufgeschrieben hat, hat mich dann doch überrascht, aber ich habe mich natürlich auch sehr darüber gefreut.“

Die Geschichten, die die beiden Autoren erzählen, stehen stellvertretend für Erlebnisse, die wohl jeder schon so oder so ähnlich in der eigenen Familie erlebt hat oder zumindest aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kennt. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage, wie man ohne schlechtes Gewissen zum Schutz der eigenen Gesundheit und des Wohlbefindens Grenzen setzen kann – in der Familie, in der Partnerschaft, in der Freundschaft, in der Erziehung, in den sozialen Netzwerken oder im Beruf.

„Bei einigen Geschichten haben wir die Namen und die Umstände verändert, damit Rückschlüsse auf die dahinter stehenden Personen nicht möglich sind“, betont Dr. Wetter-Parasie. Neben den Geschichten enthält das Buch auch ein kleines Trainingsprogramm mit elf Tipps zum Ziehen von Grenzen.

Einer davon lautet: Zweimal Ja ist das neue Nein. „Damit ist gemeint, dass man zum einen Ja sagen sollte zu seinen eigenen Wünschen und zu den Grenzen, die man gern setzen möchte“, erklärt Luitgardis Parasie. „Zum anderen sollte man aber auch Ja dazu sagen, dass der andere Ansprüche hat. Doch man muss sich klar machen, dass man nicht dafür zuständig ist, diese alle zu erfüllen.“ (Niko Mönkemeyer)

„Mutig Grenzen setzen“, Brunnen-Verlag, ISBN 978-3-7655-2127-0, 12 Euro (9,99 Euro als E-Book).

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