Ortswehr kann bald umziehen

Neues Haus für neues Feuerwehrauto in Berwartshausen

Auf dieser Wiese soll das neue Feuerwehrhaus in Berwartshausen gebaut werden. Links ist die derzeit gesperrte Autobahnunterführung in Richtung Hillerse zu sehen.
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Auf dieser Wiese soll das neue Feuerwehrhaus in Berwartshausen gebaut werden. Links ist die derzeit gesperrte Autobahnunterführung in Richtung Hillerse zu sehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Berwartshausen soll nicht nur ein neues Einsatzfahrzeug bekommen, sondern auch ein dazu passendes Feuerwehrhaus.

Berwartshausen – Das neue Berwartshäuser Feuerwehrhaus soll auf einem städtischen Grundstück an der Kreisstraße in Richtung Hillerse, kurz vor der Autobahnunterführung gebaut werden.

Die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplanes wurde zwar in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt noch einmal vertagt, aber nicht etwa wegen grundsätzlicher Vorbehalte, sondern weil es aus Sicht einer Ausschussmehrheit noch Klärungsbedarf zu Detailfragen gibt.

Ausschussmitglied Eckhard Ilsemann hatte seinen entsprechenden Antrag auf Vertagung damit begründet, dass Termine für Gespräche mit Anliegern, die sich kritisch zu den Plänen geäußert hatten, aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden mussten. Northeims Bürgermeister Simon Hartmann hatte in der Sitzung dafür plädiert, trotzdem eine Beschlussempfehlung zu verabschieden, damit das Verfahren vorangetrieben werden könne, fand dafür aber keine Mehrheit, sodass der Beschluss frühestens in der nächsten Sitzung erfolgen kann.

„Wer A sagt, muss auch B sagen“, betonte Hartmann und wies darauf hin, dass der Stadtrat die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für Berwartshausen beschlossen habe – insbesondere, weil es in Schnedinghausen keine Feuerwehr mehr gebe und die Berwartshäuser Wehr nun auch für den Nachbarort zuständig sei.

Unstrittig sei, dass das neue Fahrzeug nicht wie das bisherige in einem angemieteten umgebauten Scheunenteil untergebracht werden kann – zumal das Gebäude im Entwurf des Feuerwehrbedarfsplans der Stadt Northeim als nicht bedarfsgerecht eingestuft worden sei.

Als wesentlicher Mangel wird neben der geringen Größe des Stellplatzes für das Tragkraftspritzenfahrzeug auch das Fehlen von Parkplätzen für die Einsatzkräfte der Ortswehr genannt. Laut Verwaltungsvorlage ging der Entscheidung für das geplante, derzeit als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesene Grundstück eine Ortsbesichtigung der Verwaltung zusammen mit Vertretern der Ortsfeuerwehr voraus, die im März stattfand.

Dabei sei außerdem die Überlegung eingebracht worden, Gebäude und Grundstück auch als Dorfgemeinschaftseinrichtung zu nutzen und ein Büro für den Ortsbeauftragten einzurichten. Weiter gebe es die Möglichkeit, dort einen Jugendraum unterzubringen, der sich derzeit in einem Container befinde.

Hartmann bestätigte, dass sich Anwohner im Hinblick auf mögliche Lärmbelastungen kritisch zu dem Vorhaben geäußert hätten. Jedoch habe sich jetzt herausgestellt, dass eine Anbindung des Grundstücks nicht unbedingt über die Straße „Siedlung“ erfolgen müsse, sondern auch direkt von der Kreisstraße aus möglich sei. „Das ist eine deutliche Entlastung für die Anwohner“, so Hartmann.

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